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Olaf Scholz: Deutschland und Kanada unterzeichnen Wasserstoffabkommen

In Neufundland und Labrador soll mit erneuerbarer Energie Wasserstoff produziert und nach Deutschland exportiert werden.
/ Tobias Költzsch , dpa
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Kanadas Premierminister Justin Trudeau mit Bundeskanzler Olaf Scholz (Bild: REUTERS/Carlos Osorio)
Kanadas Premierminister Justin Trudeau mit Bundeskanzler Olaf Scholz Bild: REUTERS/Carlos Osorio

Deutschland und Kanada haben eine langfristige Zusammenarbeit für die Erzeugung und den Transport von Wasserstoff vereinbart. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und der kanadische Energieminister Jonathan Wilkinson unterzeichneten am 23. August 2022 in Stephenville in der Provinz Neufundland und Labrador ein Abkommen, das zum Wasserstoffexport von Kanada nach Deutschland ab dem Jahr 2025 führen soll.

Die Unterzeichnung fand in Anwesenheit von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Kanadas Premierminister Justin Trudeau statt. Scholz sagte, die Partnerschaft mit Kanada werde mit dem Abkommen auf eine strategischere Ebene gehoben.

Trudeau sprach von einem "historischen Schritt nach vorne" . Das Abkommen werde Arbeitsplätze schaffen, die lokale Wirtschaft fördern und zur Produktion sauberer Energie beitragen. Neufundland gilt als günstiger Standort für die Produktion von grünem Wasserstoff, der mithilfe von erneuerbaren Energien erzeugt wird. Es gibt in der dünn besiedelten Region viel Wind und viel Fläche, um ihn in Energie umzuwandeln.

Wasserstoff soll klimafreundlich produziert werden

Bei der Nutzung von Wasserstoff entstehen keine Treibhausgase. Doch muss zur Herstellung mit großem Energieaufwand Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten werden. Klimafreundlich ist diese Elektrolyse nur, wenn dafür nachhaltig produzierte Energie verwendet wird, zum Beispiel Strom aus Sonne oder Wind.

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Grundsätzlich kann Wasserstoff als Basis für Kraft- und Brennstoffe dienen, um etwa in Industrie und Verkehr Kohle, Öl und Erdgas abzulösen. Weil die Herstellung sehr energieintensiv ist, ist der Wasserstoff derzeit noch deutlich teurer als fossile Energieträger.

Scholz und Habeck waren mit einer Wirtschaftsdelegation drei Tage lang in Kanada unterwegs. Die Unterzeichnung des Abkommens bildete den Abschluss der Reise.


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