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Ola Källenius: Mercedes-Chef verneint Mangel an Softwarespezialisten

Mercedes-Chef Ola Källenius stellte klar, dass seinem Unternehmen keine Software-Spezialisten fehlen würden und wies Kritik von Analysten zurück.
/ Andreas Donath
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Mercedes-Stern (Bild: Pexels)
Mercedes-Stern Bild: Pexels / CC0 1.0

Mercedes-Chef Ola Källenius sieht in seinem Unternehmen keinen Mangel an Software-Spezialisten. "Das ist überholt" , sagte Källenius dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) . Damit regierte der Manager auf die Kritik von Analysten, es fehle dem Konzern an Talenten, um die Softwarestrategie umzusetzen.

Der Autobauer, der die Elektronik früher zukaufte, müsse sich umstellen, "aber wir haben kein Problem, Leute dafür zu finden." Källenius betonte: "In Bangalore arbeiten 5.000 Entwickler, in Tel Aviv haben wir ein Digital Hub eröffnet, da leben absolute Top-Talente. Im Silicon Valley sind wir seit 20 Jahren und haben vor einiger Zeit in Seattle, der Cloud-Hauptstadt der Welt, einen Hub für Cloud-Dienste gegründet."

Auch die zweimalige Verschiebung der Investorenkonferenz zur neuen Softwarestrategie, die offenbar Auslöser der Kritik der Analysten war, sei kein Zeichen eines Problems: "Wir werden das wie angekündigt Anfang nächsten Jahres im Silicon Valley machen, weil das relevanter ist, und das ging terminlich nicht anders" , sagte der Manager dem Handelsblatt.

Er selbst würde heute "Ingenieurwissenschaften und Computer Science studieren" , sagte der Betriebswirt. In Deutschland schule Mercedes selbst interessierte Mitarbeiter zu Programmierern um: "Leute aus der Verwaltung und vom Band, Akademiker und Nicht-Akademiker wechseln da mitten im Leben die Berufsspur" , sagte Källenius mit Blick auf den IT-Fachkräftemangel.

Mit seinen Aussagen widerspricht der Mercedes-Chef Informationen des Branchenverbandes Bitkom . In Deutschlands Unternehmen fehlten 137.000 IT-Expertinnen und -Experten, geht aus der aktuellen Umfrage von Bitkom Research hervor, die am 16. November 2022 vorgelegt wurde. Vor einem Jahr waren laut der Umfrage 96.000 IT-Stellen unbesetzt.

Im Durchschnitt bleibt eine offene Stelle für IT-Fachkräfte inzwischen 7,1 Monate vakant. Das ist ein Anstieg um gut zwei Wochen gegenüber dem Vorjahr, als es durchschnittlich 6,6 Monate waren.


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