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Oktoberfest: Telefónica lässt 5G-Laternen rund um Theresienwiese bauen

Für das Oktoberfest baut der Netzbetreiber Telefónica ein eigenes temporäres Netz auf und verwandelt dafür Straßenlaternen in 5G-Antennen.
/ Achim Sawall
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5G-Synergiewerk errichtet für Telefónica weitere 5G-Leuchten rund um die Theresienwiese. (Bild: Telefónica)
5G-Synergiewerk errichtet für Telefónica weitere 5G-Leuchten rund um die Theresienwiese. Bild: Telefónica

Telefónica Deutschland verstärkt für das Oktoberfest in München sein Mobilfunknetz um die Theresienwiese. Das gab der Netzbetreiber am 25. August 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Straßenlaternen an der Theresienwiese stattet man mit 5G aus.

Die fünf 5G-Straßenleuchten des Vorjahres transportierten mehrere Terabyte Daten und erreichten laut Netzbetreiber die Leistungsfähigkeit klassischer RAN-Standorte. Zudem befinden sich Mobilfunkanlagen in zehn großen Festzelten.

Insgesamt errichtet Telefónica 21 zusätzliche Mobilfunkstandorte mit 51 Netzelementen und 5G-Straßenleuchten rund um das Gelände. Man errichte "eigens für die Wiesn für zwei Wochen ein zusätzliches Mobilfunknetz, mit dem wir auch eine deutsche Kleinstadt versorgen könnten", sagte Matthias Johannes, Gruppenleiter Special Projects von Telefónica Deutschland. "Die Theresienwiese darf nicht dauerhaft bebaut werden. Aus diesem Grund investieren wir jedes Jahr in den Aufbau von temporären Masten", sagte Firmensprecher Florian Streicher Golem auf Anfrage.

Fast jeder dritte Besucher aus dem Ausland

Während des Oktoberfests 2025 transportierte das Mobilfunknetz von Telefónica Deutschland 230 Terabyte Daten. An Wochenenden flossen mehr als 40 Terabyte innerhalb von zwei Tagen durch das Netz. Zum Vergleich: Das sei genauso viel wie während der gesamten 18 Wiesn-Festtage im Jahr 2017, erklärte der Konzern.

Für das diesjährige Oktoberfest setzt Telefónica Deutschland auf eine neue Generation bei der Systemtechnik. Die 5G-Laternen sind Small Cells. Die Mastköpfe enthalten 5G-Radio-Units (Remote Radio Heads) der Standard-RAN-Netzausrüster von Telefónica, dies sind Huawei und Nokia. Es handelt sich nicht um bloße Signalverstärker (Relays), sondern um eigenständige Funkzellen mit eigener Anbindung an das Core Network per Backhaul. Es fehlen aber die Antennen-Arrays und damit die massiven Sendeleistungen hoher Dachstandorte (Macro Cells). Small Cells funken mit geringerer Leistung und decken nur einen Radius von einigen Hundert Metern ab.

Das Oktoberfest wird immer mehr zu einer reinen Touristenattraktion: Mittlerweile kommt laut der Datenauswertung des Netzbetreibers fast jeder dritte Besucher aus dem Ausland, allen voran aus den USA, Italien und Großbritannien.

Die beiden anderen großen Netzbetreiber, Vodafone und Telekom, betreiben einen ähnlichen Aufwand, um das Volksfest mit ihrem Netz anzubinden.


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