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OKR in Reinform eignet sich nicht für jedes Unternehmen

Bei allen Vorteilen, die Feedback in Form von OKR bringt: Klar ist, dass es aufwendiger ist als ein bis zwei Mitarbeitergespräche pro Jahr. Außerdem kann es auf den ersten Blick sehr bürokratisch wirken. Gibt es zu viele Schlüsselergebnisse und werden sie dadurch zu kleinteilig, kann das zudem die Eigenverantwortlichkeit des einzelnen Mitarbeiters einschränken. Und die soll ja eigentlich gefördert werden.

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Wichtig ist auch, dass sich mit der Einführung von OKR auch die Denkweise im Unternehmen ändert: Bei einem Unternehmen wie Google kam diese Methode auch deswegen so gut an, weil Transparenz in vielen US-Firmen ohnehin stärker verankert ist als in hiesigen Unternehmen - bei der Leistungskontrolle, beim Gehalt, bei den Boni. Das liegt unter anderem daran, dass vor allem Tech-Firmen dort recht schnell an die Börse gehen und sich damit Offenlegungspflichten unterwerfen, die zum Beispiel deutsche Mittelständler nicht kennen.

Die gute Nachricht ist aber: Wie andere agile Methoden kann OKR an das eigene Unternehmen angepasst werden. Und das muss es auch, denn jede Arbeitsweise muss zum bestehenden Mindset passen. Gleichzeitig kann eine Methode auch ein Mindset mitgestalten.

OKR eignet sich für dynamische Umgebungen, in denen sich Rahmenbedingungen laufend wandeln. Das trifft zu für Softwareentwicklung, Dienstleistung, Beratung und viele IT-Teams - und zwar unabhängig von der Größe des Unternehmens. In statischen Umgebungen mit fortlaufenden Tätigkeiten wirkt es hingegen schnell übertrieben und aufgesetzt.

Die Stacey-Matrix ist ein gutes Werkzeug, um über den Einsatz von agilen Methoden zu entscheiden: Sind Weg und Ziel klar, nutze ich einfache Werkzeuge. Hier ist ein Jahresgespräch mit klaren Parametern eine Option. Sind Weg und Ziel weniger klar, können agile Methoden einen Mehrwert bringen.

Über den Autor: Markus Kammermeier ist Solution Architect Digital HR und Business Lead Digital Transformation. Bei T.CON verantwortet er als Mitglied der Geschäftsführung den Bereich Digitalisierung von IT- und HR-Lösungen. Seine HR-Erfahrung sammelte er als Personalleiter, Berater und Lösungsarchitekt. Sein Schwerpunkt liegt heute auf der Transformation von IT und HR zu innovativen Business-Lösungen. Gemeinsam mit seinem Team unterstützt Kammermeier Kunden bei der Digitalisierung der Prozesse in SAP und Successfactors. Zudem ist Markus Kammermeier Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule Deggendorf, Berater für Organisationsentwicklung, Agile Coach und Beiratsmitglied des Gründerzentrums Digitalisierung Niederbayern.

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asaph 22. Aug 2019

Vollkommen unrealistisch, vor allem bei Mittelständlern. Da wird oft noch nicht einmal...

MickeyKay 20. Aug 2019

Hier liegt ja schon der Fehler. OKRs werden natürlich von den jeweiligen Mitarbeitern...

MickeyKay 20. Aug 2019

Falsch, falsch und nochmals falsch. Beschäftige dich bitte mit dem Thema, bevor du hier...

MickeyKay 20. Aug 2019

...und da wo ich arbeite funktioniert das alles wunderbar - so wie es soll. Und wir...

cpt.dirk 19. Aug 2019

So ist es. Egal, wie viel man leistet, und unter welchen Bedingungen, man wird nie...


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