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Ohne Weltraumschrott: Blendwaffe macht Satelliten temporär unbrauchbar

Das System kann gezielt Spionage- und Kommunikationssatelliten unbrauchbar machen, ohne sie zu zerstören. Es ist jetzt einsatzbereit.
/ Mario Petzold
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Soldaten arbeiten am Satellitenstörsystem von L3Harris. (Bild: US Space Force)
Soldaten arbeiten am Satellitenstörsystem von L3Harris. Bild: US Space Force

Die US Space Force(öffnet im neuen Fenster), ein Teil des US-Militärs, hat die Einsatzbereitschaft des Satellitenstörsystems Meadowlands von L3Harris bekannt gegeben. Damit kann die Satellitenüberwachung in einem bestimmten Bereich ausgeschaltet werden, ohne eine dauerhafte Beschädigung zu verursachen.

Das ist der entscheidende Punkt, denn eine Zerstörung feindlicher Satelliten hätte zur Folge, dass der Bereich des Orbits auch für alle anderen Satelliten gefährlich werden könnte. Raumfahrtexperten gehen davon aus, dass dadurch eine Kettenreaktion ausgelöst werden kann, die größere Abschnittes des Erdorbits unbenutzbar machen könnte.

Meadowlands soll hingegen in der Lage sein, Satellitensignale und gegnerische Kommunikation im Allgemeinen zu erkennen, zu schwächen und komplett zu unterbrechen. Auch Bodenstationen sollen sich auf die gleiche Weise zielgerichtet ausschalten lassen. Ist der Einsatz beendet, funktioniert die Kommunikation wieder.

Geschützte Bereiche schaffen

Die Systeme, die auf Lkw-Anhängern transportiert werden können, sollen sichere Zonen schaffen, in denen nur die eigene Kommunikation und Beobachtung störungsfrei funktioniert. Vergleichbare Technik wurde laut US Space Force im Jahr 2025 beim Angriff der USA und Israels auf iranische Atomanlagen eingesetzt, um sichere Korridore für die Flugzeuge zu schaffen.

Meadowlands soll diese Fähigkeiten noch einmal erweitern. Erstmals vorgestellt wurde das System bereits 2024. Ende 2025 wurde es an das US-Militär übergeben und in die bestehenden Strukturen integriert. Seit Anfang Juni 2026 soll es voll einsatzfähig sein.

Laut Budgetplanung des US-Verteidigungsministeriums(öffnet im neuen Fenster) sollen die Gesamtkosten bis 2031 inklusive Installation und Wartung bei knapp 1,3 Milliarden US-Dollar liegen.


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