Ohne Smartphone: Google arbeitet angeblich an AR-Headset

Medienberichten zufolge soll Google an einem neuen Headset arbeiten, das Nutzern Augmented Reality anzeigt – also virtuelle Elemente in realer Umgebung, ähnlich Microsofts Hololens . Dies will Engadget(öffnet im neuen Fenster) von mit der Sache vertrauten Google-Mitarbeitern erfahren haben.
Kein Smartphone als Display nötig
Das neue Headset soll, anders als die Cardboard- und Daydream-Betrachter, ohne ein Smartphone als Display auskommen. Stattdessen arbeitet es wohl mit eigenen Displays und soll die Augmented-Reality-Elemente mit Hilfe von Eye-Tracking-Sensoren und weiteren Sensoren platzieren.
Dadurch lassen sich computergenerierte Elemente in eine echte Umgebung setzen, wie es Microsoft mit der Hololens zeigt. Auch Googles eigenes Project-Tango-System bietet Augmented Reality, wenngleich nicht auf einem Headset, sondern einem Smartphone oder Tablet.
Wie das fertige Headset aussehen soll – so sich die Gerüchte bestätigen -, ist aktuell noch völlig unklar. Engadget deutet Zusammenhänge zwischen einem aktuell bei der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FCC zertifizierten "Wireless Virtual Reality"-Gerät an, bei dessen Antrag die Adresse von Mike Jazayeri angegeben wurde. Jazayeri ist Product Manager bei Google, unter anderem war er für Cardboard verantwortlich.
Cardboard und Daydream setzen auf die Hilfe eines Smartphones
Google hatte im Sommer 2014 mit Cardboard einen Einstieg in die virtuelle Realität gewagt. Cardboard ist ein Papphalter, der im Zusammenspiel mit bestimmten Apps mit Hilfe herkömmlicher Android-Smartphones ein VR-Erlebnis bieten kann.
Auf der Google IO 2016 wurde Daydream als eine Weiterentwicklung der Cardboard-Idee vorgestellt, auch hier wird wieder ein Smartphone als Display verwendet. Daydream ist allerdings umfangreicher, zudem stellt Google diesmal auch einen eigenen Betrachter her.