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Ohne Nutzerinteraktion: Angreifer können Android-Geräte aus der Ferne kapern

Security-Alert
Die neuesten Android-Updates schließen 200 Sicherheitslücken. Einige davon sind besonders gefährlich und ermöglichen etwa Schadcode-Attacken.
/ Marc Stöckel
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Google hat wichtige Updates für Android-Smartphones veröffentlicht. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)
Google hat wichtige Updates für Android-Smartphones veröffentlicht. Bild: Justin Sullivan/Getty Images

Google hat zum September-Patchday neue Sicherheitsupdates für das vor allem auf Smartphones und Tablets häufig anzutreffende Betriebssystem Android veröffentlicht. Damit hat der Konzern 200 teils sehr gefährliche Sicherheitslücken geschlossen, die verschiedene Android- und Drittanbieterkomponenten betreffen. Teilweise sollen damit Schadcode-Attacken ohne jegliche Nutzerinteraktion möglich sein.

Google gruppiert die Sicherheitslücken in seiner Release-Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) wie gewohnt nach der jeweils anfälligen Komponente. Viele dieser Gruppen enthalten laut den jeweils vorangestellten Hinweisen mindestens eine Schwachstelle, die eine gefährliche Rechteausweitung oder Schadcodeausführung ermöglicht.

Laut Google werden dafür vorab keine speziellen Ausführungsberechtigungen benötigt. Einige dieser Lücken lassen sich nur lokal ausnutzen, manche aber auch aus der Ferne. Der Hinweis "Für die Ausnutzung dieser Sicherheitslücke ist keine Benutzerinteraktion erforderlich" ist in Googles Meldung zudem insgesamt sieben Mal zu finden, was das hohe Angriffsrisiko unterstreicht.

Nutzer sollten nach Updates Ausschau halten

Die 200 von Google gepatchten Sicherheitslücken verteilen sich auf verschiedene Teile des Android-Betriebssystems, darunter die Android-Runtime, das Framework, das System, der Kernel, der Setup-Wizard, das Google-Play-System und Drittanbieterkomponenten von Herstellern wie Arm, Imagination Technologies, Mediatek, Tsingteng Micro, Unisoc und Qualcomm.

32 Sicherheitslücken stuft Google als kritisch ein, wohingegen 148 einen hohen Schweregrad erreichen. Bei den verbleibenden 20 Lücken, die sich allesamt auf das Google-Play-System beziehen, macht der Konzern keine Angaben zum Schweregrad.

Hinweise auf eine aktive Ausnutzung scheint es bisher bei keiner der gepatchten Lücken zu geben. Dennoch sollten Anwender ihre Android-Geräte so bald wie möglich auf das Patch-Level 2026-09-05 aktualisieren, um Angreifern zuvorzukommen. Wie bei Android üblich hängt das aber auch von den jeweiligen Geräteherstellern ab, die die von Google bereitgestellten Patches erst an die Nutzer weiterreichen müssen.


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