Ohne Display: Leica M-D ist eine analoge Digitalkamera

Analoge Anmutung in digitalen Zeiten: Bei der neuen Kamera der M-Serie lässt Leica das Display weg. Durch die Reduktion solle sich der Nutzer der Leica M-D nur auf sein Motiv konzentrieren, sagt Leica.

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Leicsa M-D: Iso-Rad statt Display
Leicsa M-D: Iso-Rad statt Display (Bild: Leica)

Kein Display, kein Menü, kein Live-View: Leica hat eine neue Kamera vorgestellt, die konsequent im Retrostil gehalten ist. So sehr, dass Leica bei der M-D alles weggelassen hat, was an eine Digitalkamera erinnert.

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Die Kamera, die auf der Leica M basiert, hat nur manuelle Bedienelemente - neben dem Auslöser ein Einstellrad für die Belichtungszeit und eines für die Lichtempfindlichkeit. Ein Display auf der Rückseite hat die Kamera nicht - dort ist das Einstellrad für die Iso-Werte. Blende und Entfernung werden wie bei Leica üblich am Objektiv eingestellt.

Konzentration auf das Wesentliche

Mit dem Weglassen des Bildschirms fallen auch alle weitere Einstellmöglichkeiten sowie der Live-View weg, die sonst über das Menü aufgerufen werden. Die Leica M-D erinnert also an die Zeiten, als Kameras noch komplett manuell waren. Mit dieser Reduktion könne sich der Fotograf "voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren: sein Motiv" und nicht der "eigenen oder der Neugier der fotografierten Person" nachgeben, "die Aufnahme direkt nach dem Auslösen auf dem Display zu betrachten."

Leica bewirbt das Konzept als "die Rückkehr zur Vorfreude" - wie in den analogen Zeiten, als der Fotograf seine Bilder auch erst dann betrachten konnte, wenn sie aus der Entwicklung kamen. Was Leica dabei aber verschweigt: Wenn die falsche Belichtung oder die falsche Fokussierung erst im Nachhinein auffällt, bleibt der Ärger über das misslungene Bild. Ein Blick aufs Display hingegen offenbart den Fehler - und das Motiv wird noch einmal richtig belichtet und fokussiert abgelichtet.

Leica M-D hat einen Vollformatsensor

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Die technischen Daten entsprechen denen der Messsucherkamera Leica M: Die Leica M-D hat einen Vollformat-CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 5.976 x 3.992 Pixeln, was 24 Megapixeln entspricht. Die Bilder werden im DNG-Format gespeichert. Der Umfang der Lichtempfindlichkeit reicht von Iso 200 bis Iso 6.400. Eine Videofunktion gibt es - was kaum verwundern dürfte - nicht.

Die Leica M-D ist nicht der ungewöhnlichste Ableger der M-Serie, den der Hersteller aus Wetzlar vorstellt: Im vergangenen Jahr präsentierte Leica die M Monochrom, die nur Schwarz-Weiß-Bilder aufnimmt.

Die Leica M-D ist ab sofort verfügbar. Die Kamera kostet 6.000 Euro.

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Der Spatz 30. Apr 2016

So eine Kamera zwingt zu einem entschleunigten Fotografieren, während man sich bei...

M.P. 29. Apr 2016

Bei vielen modernen Kameras fehlt aber ein optischer Sucher... Abseits der...

Bill Carson 29. Apr 2016

Aber eher in Form einer Fuji X100, ohne Display und nur Schwarzweiss! Leica ist mir zu...

Clown 29. Apr 2016

Wie jedermanns Meinung. Herzlich Willkommen im Club ;)

Anonymer Nutzer 29. Apr 2016

Halt, halt, halt. Nicht so viel auf einmal schreiben, da kommt ja kein Mensch mit.



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