Ohne Bargeld: DHL bietet Kartenzahlung bei Nachnahme und Zoll
DHL ermöglicht das Bezahlen von Zoll- und Nachnahmegebühren nun auch elektronisch. Das gab der Logistikkonzern am 26. Juni 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Bisher konnten solche Zahlungen nur bar erfolgen, wobei die Zusteller in der Regel nicht über Wechselgeld verfügen.
Für die Zahlung von Zoll- und Nachentgelten an der Haustür werden Girocard, Kreditkarten sowie mobile Bezahlverfahren per Smartphone oder Smartwatch akzeptiert. Bei dem Dienst Service Nachnahme, bei dem ein Paket erst nach Bezahlung ausgehändigt wird, sei aus Sicherheitsgründen ausschließlich die Zahlung mit der Girocard möglich. Für die Zahlung von Zoll- und Nachentgelten an der Haustür würden alle genannten Bezahlverfahren akzeptiert.
Die bargeldlose Zahlung erfolgt über NFC am Handscanner der Zustellkraft. Die Möglichkeit, bar zu bezahlen, besteht auch weiterhin.
Handscanner in mehr als 20 verschiedenen Sprachen
Der Handscanner der Zusteller wird um eine weitere Anwendung ergänzt. Das Werkzeug wird unter anderem zum Scannen und Quittieren von Sendungen, für spezielle Zustellhinweise, zum Öffnen von Packstationen sowie zum Drucken von Paketlabels per QR-Code genutzt. Zudem kann der Handscanner in mehr als 20 verschiedenen Sprachen bedient werden.
Der Service für das elektronische Bezahlen ist erst in einzelnen Regionen verfügbar, soll aber in den kommenden Wochen schrittweise ausgeweitet werden.
Spezielles Android mit DHL Zustell-Software
Die DHL setzt bei ihren Handscannern primär auf Geräte des US-amerikanischen Herstellers Zebra Technologies(öffnet im neuen Fenster). Bei den gelben Handscannern, die man aktuell bei den DHL-Paketzustellern sieht, handelt es sich meist um Geräte der Zebra TC5x-Serie, oft das Modell TC57 oder neuere wie das TC58. Auf den Scannern läuft ein speziell für DHL angepasstes Android, auf dem die DHL-eigene Zustell-Software installiert ist. An der Kopfseite besitzen sie ein Scan-Modul, das Barcodes und QR-Codes auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder Beschädigungen erfassen soll.
Zudem kommen noch Geräte der Hersteller Honeywell oder ältere Terminals von Casio und Motorola Solutions, deren Enterprise Sparte von Zebra übernommen wurde, zum Einsatz.