Abo
  • Services:
Anzeige
Förderungsbescheide werden übergeben, Berater nehmen Millionen mit
Förderungsbescheide werden übergeben, Berater nehmen Millionen mit (Bild: Bundesverkehrministerium)

Ohne Ausbau: Kommunen zahlen Millionen Euro für nutzlose Breitbandberater

Förderungsbescheide werden übergeben, Berater nehmen Millionen mit
Förderungsbescheide werden übergeben, Berater nehmen Millionen mit (Bild: Bundesverkehrministerium)

Breitbandberater sollte man sein. Fast 32 Millionen Euro sind für Berater von Kommunen ausgegeben worden, ohne dass Glasfaser oder andere Netztechnik ausgebaut wurden. Bezahlt wurde mit Steuergeldern.

Die Milliardenhilfe für den Breitbandausbau kommt auch Beratern zugute, deren Dienstleistung gar nicht immer zu konkreten Ausbauprojekten führt. Die Bundesregierung genehmigte den Kommunen 743 Beraterleistungen für 35,9 Millionen Euro, doch nur 87 Kommunen stellten danach einen Antrag auf Breitbandförderung. Das geht aus der Antwort des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Tabea Rößner hervor.

Anzeige

"Im Schatten der Milliardensummen für die Breitbandfirmen gibt es wohl einige Mitnahmeeffekte", sagte Rößner der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). "So haben sich sogenannte Breitbandberater in diesem Jahr eine goldene Nase verdient."

Wenn nur die 87 Kommunen mit einem konkreten Ausbauprojekt eine Beratungsleistung bezahlt bekommen hätten, hätte das dem Steuerzahler knapp 32 Millionen Euro gespart, rechnete sie der Zeitung vor. Das Ministerium müsse sich fragen lassen, warum nur 11,7 Prozent aller Beratungen tatsächlich zu einem Förderantrag führten.

Beraterleistung von bis zu 50.000 Euro

Im Breitbandförderprogramm kann die Beraterleistung von bis zu 50.000 Euro beantragt werden. "Viele Kommunen brauchen den ersten Schritt, um in der Lage zu sein, einen Netzausbauantrag zu stellen", teilte das Bundesverkehrsministerium der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit. Es geht demnach um grundsätzliche Fragen für die Gemeinden und Gemeindeverbände: Hat die Kommune Chancen, vom Bundesprogramm zu profitieren? Welche Technik soll genutzt werden?

Am häufigsten gehen die bewilligten Ausgaben nach Bayern mit Zuwendungen von 12,5 Millionen Euro für 256 Beratungsleistungen. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit 5,3 Millionen Euro für 107 Beratungsleistungen und Sachsen mit 4,1 Millionen Euro für 82 Beratungsleistungen.

Die Förderbescheide für Netzausbauprojekte sollen zum Ausbau von 94.000 km Glasfaser führen. Das hatte Bundesinfrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) am 6. September 2016 versprochen.


eye home zur Startseite
doob 05. Nov 2016

In Bayern wurde der Standortvorteil durch Netzausbau verstanden, gar die Hotspot-Dichte...

AnAmigian 04. Nov 2016

Die Manager (egal ob Staat oder Privatwirtschaft) trauen ihrer eigenen IT nicht. Da...

Prinzeumel 04. Nov 2016

Üblicherweise werden die anteiligen kosten je Straßenmeter berechnet und nicht je m^2

DarioBerlin 04. Nov 2016

Nur weil keine Veträge zustande kamen, müssen die Berater nicht gleich nutzlos gewesen...

Tantalus 04. Nov 2016

Und wie genau willst Du den Erfolg messen? Und vor allem, welcher Berater lässt sich auf...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ENERTRAG Aktiengesellschaft, Dauerthal, Berlin, Edemissen
  2. MöllerTech International GmbH, Bielefeld
  3. IKOR Management- und Systemberatung GmbH, deutschlandweit
  4. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Bad Homburg


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Playstation 4 + Spiel + 2 Controller 269,00€, iRobot Roomba 980 nur 777€)
  2. 383,14€ - 30€ MSI-Cashback
  3. 29,37€

Folgen Sie uns
       


  1. FSP Hydro PTM+

    Wassergekühltes PC-Netzteil liefert 1.400 Watt

  2. Matebook X und E im Hands on

    Huawei kann auch Notebooks

  3. Celsius-Workstations

    Fujitsu bringt sichere Notebooks und kabellose Desktops

  4. O2 und E-Plus

    Telefónica hat weiter Probleme außerhalb von Städten

  5. Project Zero

    Google-Entwickler baut Windows-Loader für Linux

  6. Dan Cases A4-SFX v2

    Minigehäuse erhält Fenster und wird Wakü-kompatibel

  7. Razer Core im Test

    Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System

  8. iPhone-Hersteller

    Apple testet 5G-Technologie

  9. Cern

    Der LHC ist zurück aus der Winterpause

  10. Jamboard

    Googles Smartboard kommt in den USA auf den Markt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  2. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn
  3. Spielebranche Beschäftigtenzahl in der deutschen Spielebranche sinkt

Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

  1. Versteh ich das richtig?

    mmarre | 15:37

  2. Re: Teure und nur eingeschränkt nutzbare Spielerei

    Seargas | 15:35

  3. Re: Kann ich mit Alditalk nicht bestätigen

    ManuPhennic | 15:32

  4. Re: 30% Müll

    Muhaha | 15:31

  5. Re: Vorher will ich Alkoholleichen auf...

    Vaako | 15:31


  1. 15:40

  2. 15:32

  3. 15:20

  4. 14:59

  5. 13:22

  6. 12:41

  7. 12:01

  8. 11:57


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel