Der Strom muss vom Meer an Land, egal wie
Je weiter die Entfernung ist, in der Nordsee etwa 200 bis 300 km, desto mehr spart man mit dem Pipelinekonzept. Bei der angedachten Entfernung wären es bereits acht Milliarden Euro für einen Strang.
Gelöst wäre in dem Zusammenhang ein weiteres Problem eines riesigen Offshore-Windparks. Zwar liefert der vergleichsweise regelmäßig Strom, aber nie konstant – manchmal mit voller Last, manchmal gar nicht.
Bereits die von deutscher Seite geplanten 70 GW liegen im Bereich dessen, was derzeit maximal ins deutsche Stromnetz eingespeist wird. An windigen Tagen müsste diese Leistung über Stromleitungen an Land geführt werden.
Altes Problem, bekannte Lösung
Dann weht an Land meist ebenso Wind. Und das Stromnetz, an das aktuell 63 GW Leistung aus Windkraftanlagen an Land angeschlossen sind, ist ausgelastet. Die Energie müsste gespeichert werden, genau wie Solarstrom in den Mittagsstunden und Windenergie in der Nacht.
Das könnte mit Akkumulatoren gelingen, allemal im Jahr 2045. Aber auch Elektrolyseure sollen und können einen Beitrag leisten. Deren noch kaum bis gar nicht vorhandene Kapazität soll in den kommenden Jahren auf einige Gigawatt ansteigen.
Mit der Technik wäre ein zusätzlicher Verbraucher im Stromnetz vorhanden, der überschüssigen Strom in Wasserstoff umwandelt und ihn gegebenenfalls zurückverstromt. Allerdings gehen dabei zwei Drittel der ursprünglichen Energie verloren.
Etwas besser wäre es somit, den Wasserstoff in ein Leitungsnetz einzuspeisen und anschließend für die Industrie oder zum Beispiel in wasserstofffähigen Gasturbinen in Strom und Wärme zu überführen. Zwischendurch lässt sich das flüchtige Gas sogar speichern, in relevanten Mengen, wie Forschungsarbeiten mittlerweile zeigen.
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