Die Anfänge waren mühsam

Wie weit die Wissenschaft im Bereich Windenergie inzwischen voranschreiten konnte, lässt sich ermessen, wenn man an Growian zurückdenkt. Der zweiflügelige Leeläufer wurde in den 80er Jahren als Test-Windrad in der Deutschen Bucht errichtet und war zu der Zeit mit drei Megawatt das größte Windkraftwerk der Welt. Doch bald darauf versagte es den Dienst - und ein Teil der Anlage endete als Exponat im Technik Museum Sinsheim. Energieerzeugung aus Meereswind schien lange Zeit keine Zukunft zu haben.

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Dabei ist sie der Windstromerzeugung an Land deutlich überlegen: Auf See bläst der Wind stärker, häufiger und zuverlässiger. Das bedeutet höhere Erträge und geringere Schwankungen in der Stromproduktion. Bei rund 4.500 Stunden Volllast ist die Effizienz viel höher als an Land. Dort bringt es sogar ein windreicher Standort lediglich auf etwa die Hälfte der Stunden Volllast. Doch die Bedingungen für Offshore-Windräder sind ungleich härter als an Land: Bei rauer See und stürmischem Wind müssen Türme, Gründungsstrukturen und Rotoren noch stärkeren physikalischen Belastungen trotzen als ihre Verwandten auf dem Trockenen.

Erst der technische Fortschritt und neue Materialien haben die Renaissance und den erstaunlichen Aufschwung im 21. Jahrhundert möglich gemacht. 2010 ging mit Alpha-Ventus in der Nordsee der erste deutsche Meereswindpark in Betrieb. Von daher handelt es sich bei der Offshore-Windenergie um eine relativ junge Technologie zur Erzeugung von CO2-neutralem Strom. Ob Meerwind dennoch schon 2027 die "größte Energiequelle Europas" sein wird, wie Fatih Birol, Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur als Vision auf der Weltleitmesse WindEnergy in Hamburg ausgab, muss sich erst noch erweisen. Doch allein die Vision zeigt, in welchen Dimensionen die Akteure inzwischen denken.

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cpt.dirk 03. Mär 2019

... wirds finster, nicht zuletzt auch deshalb, weil unser Innenhorst den Onshore-WKRs in...

Geistesgegenwart 28. Feb 2019

Neben der Fläche des Rotors besteht auch das potential höherer Windgeschwindigkeiten...

gomos 27. Feb 2019

"Weltweit bietet die bodennahe Windenergie nach einer 2013 im Fachjournal Nature Climate...

Anonymer Nutzer 27. Feb 2019

Das ist wie mit der erdkrümmung. Man kann sie kaum mit dem bloßen auge erkennen also...



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