Offshore-Windkraft: Verbände kritisieren neues Vergabeverfahren

Laut Branchenverbänden behindert das neue Ausschreibungsdesign für Offshore-Windparks den Ausbau der Windenergie.

Artikel veröffentlicht am ,
Offshore-Windräder: Der Ausbau stockt seit 2020.
Offshore-Windräder: Der Ausbau stockt seit 2020. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Vergabe wie bei Mobilfunkfrequenzen: Die betroffenen Branchenverbände kritisieren das Ausschreibungsverfahren für neue Offshore-Windparks. Es gefährde den Ausbau der Windenergie auf See.

Stellenmarkt
  1. Experte Data Analytics / Business Intelligence im Controlling (m/w/d)
    Dürr AG, Bietigheim-Bissingen
  2. Automotive Projektleiter* Softwareentwicklung Backend Services (m/w/d)
    EDAG Engineering GmbH, Ingolstadt
Detailsuche

Das novellierte Gesetz zur Entwicklung und Förderung der Windenergie auf See soll den Ausbau von Windanlagen an der Nord- und Ostsee regeln. Doch das im Gesetz festgelegte Ausschreibungsdesign sei "eine zentrale Schwäche", heißt es in einer Mitteilung der Branchenorganisationen BWE, BWO, Stiftung Offshore-Windenergie, VDMA Power Systems und WAB.

Das Verfahren stelle "den Preis für den Ausbau der Flächen in Nord- und Ostsee an die erste und maßgebliche Stelle", heißt es darin."Projektierer müssen künftig - ähnlich wie bei den Versteigerungen der Mobilfunklizenzen - erst Geld auf den Tisch legen, um überhaupt ein Offshore-Windenergieprojekt zu bauen. Statt einem Zuschlag nach den niedrigsten Kosten erhält der Bieter den Zuschlag, der den höchsten Preis für die Nutzungsrechte der Fläche bezahlt."

Strom könnte teurer werden

Dadurch könnten die Kosten steigen: Industriestrom könne um bis zu 21 Euro pro Megawattstunde teurer werden. "Auch der Kostendruck auf die ohnehin durch den fehlenden Ausbau geschwächte Wertschöpfungskette wird - abhängig von der Ausrichtung der Projektentwickler - zunehmen", kritisieren die Organisationen.

Golem Karrierewelt
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    22./23.11.2022, Virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    29.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Bundesregierung und Offshore-Windindustrie könnten sich grundlegende Fehler nicht leisten, wenn das erste Etappenziel für 2030 erreicht werden solle. "Die Gebotskomponente ist daher schnellstmöglich zu streichen oder wie in den Niederlanden zu deckeln", fordern die Verbände. Im Vordergrund stehen sollten "Nachhaltigkeitskriterien wie die Integration der offshore-produzierten Energie in unser Stromnetz, praktikable und damit realisierbare Dekarbonisierungsbeiträge von geplanten Offshore-Windenergieprojekten, die wirtschaftliche Produktion von grünem Wasserstoff sowie die Stärkung der europäischen Industrie".

Das Gesetz gibt das Ziel vor, dass bis 2045 mindestens 70 Gigawatt Offshore-Windenergieleistung installiert sein sollen. 2030 sollen mindestens 30 Gigawatt bereitstehen, 2035 mindestens 40 Gigawatt. Offshore-Windparks, Windanlagen an Land und Solaranlagen sollen eine wichtige Rolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien spielen.

Das im Gesetz definierte Ziel ist ehrgeizig: Aktuell sind 1.501 Anlagen in Betrieb, die zusammen eine Leistung von knapp 7,8 Gigawatt liefern. In der Nordsee stehen derzeit 6,7 Gigawatt zur Verfügung, in der Ostsee 1,1 Gigawatt. In der zweiten Jahreshälfte 2020 stoppte der Ausbau der Windkraft auf See. Inzwischen wird nach Auskunft der Verbände wieder an den Projekten Kaskasi in der Nordsee und Arcadis Ost 1 in der Ostsee gearbeitet. Neue Windräder wurden aber noch nicht errichtet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Hacking
Der Bad-USB-Stick Rubber Ducky wird noch gefährlicher

Mit einer neuen Version des Bad-USB-Sticks Rubber Ducky lassen sich Rechner noch leichter angreifen und neuerdings auch heimlich Daten ausleiten.

Hacking: Der Bad-USB-Stick Rubber Ducky wird noch gefährlicher
Artikel
  1. Kilimandscharo: Tanzania Telecommunications bringt Glasfaser auf 3.720 Meter
    Kilimandscharo
    Tanzania Telecommunications bringt Glasfaser auf 3.720 Meter

    Der Campingplatz Horombo Hut bietet Glasfaser-Internet auf 3.720 Meter Höhe. Bald soll auch der höchste Berggifel des Kilimandscharo versorgt werden..

  2. E-Mountainbike Graveler 29 Zoll: Aldi verkauft Mountain-E-Bike von Prophete
    E-Mountainbike Graveler 29 Zoll
    Aldi verkauft Mountain-E-Bike von Prophete

    Aldi bietet ein sportliches E-Bike für knapp 1.000 Euro an. Das Graveler 29 Zoll ist für unwegsames Gelände und die Stadt gedacht und dabei recht leicht.

  3. Sprachanschlüsse: Telekom erhöht die Preise
    Sprachanschlüsse
    Telekom erhöht die Preise

    Wer nur telefonieren will, muss bei der Telekom etwas mehr zahlen. Das betrifft die Call-Start-Tarife.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 10%-Gaming-Gutschein bei eBay • Grafikkarten zu Tiefpreisen (Palit RTX 3090 Ti 1.391,98€, Zotac RTX 3090 1.298,99€, MSI RTX 3080 Ti 1.059€) • PS5 bei Amazon • HP HyperX Gaming-Maus 29€ statt 99€ • MindStar (ASRock RX 6900XT 869€) • Bester 2.000€-Gaming-PC [Werbung]
    •  /