Offshore: Google spart 2 Milliarden US-Dollar mit Bermuda-Steuertrick

Über eine Briefkastenfirma auf den Bermudas lässt Google seine Gewinne im Ausland verschwinden. Das ist legal und bringt dem US-Konzern Milliarden ein.

Artikel veröffentlicht am ,
Satellitenaufnahme von Nasa und World Imagery
Satellitenaufnahme von Nasa und World Imagery (Bild: Asybaris01)

Google spart weltweit 2 Milliarden US-Dollar Steuern durch eine Briefkastenfirma auf den Bermudas. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Mitteilungen des Internetkonzerns zu den Geschäften seiner Tochterfirmen. Über die Briefkastengesellschaft wurden im Jahr 2011 Umsätze in Höhe von 9,8 Milliarden US-Dollar geleitet.

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Auf den Bermudas gibt es keine Unternehmenssteuern, Google konnte seinen Steuersatz damit fast halbieren. Der US-Konzern verbucht Werbeeinnahmen aus Großbritannien und Frankreich bei einer Tochterfirma in Irland. Dieses Google-Unternehmen zahlt Lizenzgebühren für die Nutzung von Technologie an eine weitere irische Tochterfirma, die ihren Sitz auf den Bermudas hat.

Im vergangenen Jahr konnte Google damit seinen Steuersatz auf Gewinne im Ausland auf 3,2 Prozent senken, obwohl der Unternehmenssteuersatz in den europäischen Ländern, in denen Google aktiv ist, bei 26 bis 34 Prozent liegt.

In Großbritannien, seinem wichtigsten Auslandsmarkt, wo Google 11 Prozent seines Umsatzes oder 4,1 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete, zahlte der US-Konzern damit nur umgerechnet 9,6 Millionen US-Dollar Steuern.

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Auch Amazon hat durch verschiedene legale Steuertricks zwei Milliarden US-Dollar mit Tochtergesellschaften in Luxemburg eingespart. Luxemburg berechnet Unternehmen, die durch geistige Eigentumsrechte ihr Geld verdienen, nur sechs Prozent Steuern auf die Gewinne. Dazu gründete Amazon im Juni 2004 die Tochterfirma Amazon Europe Holding Technologies, die geistige Eigentumsrechte von der US-Konzernzentrale kaufte und wieder an die Töchter zurückvermietete.

Apple zahlte im laufenden Geschäftsjahr nur 1,9 Prozent Steuern auf 36,8 Milliarden US-Dollar Gewinn. Das wird möglich durch Standorte in Irland, den Niederlanden, Luxemburg und auf den britischen Jungferninseln. Einige davon umfassten kaum mehr als einen Briefkasten und ein kleines Büro.

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kitingChris 14. Dez 2012

kommt vor ;)

Sharra 12. Dez 2012

Generell kann man das natürlich so nicht sagen. Auf diese Fälle jedoch bezogen: Ja die...

Sharra 12. Dez 2012

Die GEMA beansprucht aber für sich die Generalvertretung aller Künstler. Ob diese das...

Anonymer Nutzer 11. Dez 2012

wieso machts ihr nicht auch ;)



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