Offline: Admins der Piratenpartei im Warnstreik

Verwaltung und Technik der Piratenpartei befinden sich im Warnstreik. Sie fordern unter anderem eine "Diskussionskultur ohne Mobbing, Drohungen und Hetzjagden".

Artikel veröffentlicht am ,
Mitglied der Piratenpartei auf einem Parteitag
Mitglied der Piratenpartei auf einem Parteitag (Bild: Adam Berry/Getty Image News)

Das hat es in der deutschen Parteiengeschichte noch nicht gegeben. Ehrenamtliche Mitarbeiter legen einen Teil der Parteieninfrastruktur lahm, um von Führung und Mitgliedern einen besseren Umgang untereinander zu verlangen. "Wir hatten einen Deal: Wir halten euch den Rücken frei von Verwaltungskram und ihr macht gute Politik. Dieser Deal wurde einseitig gekündigt", schreiben die für Verwaltung und Technik zuständigen Mitglieder der Piratenpartei auf der Webseite, auf der sie ihren Warnstreik vorstellen. Die Admins haben Teile der Infrastruktur der Partei lahmgelegt, darunter Mailinglisten, das Wiki, Etherpads und das Mumble-System für Audio-Chats.

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter (m/w/d) im 2nd-Level-Support / Anwendungsberatung
    Computer-Centrum Nord GmbH, Lübeck
  2. DevOps Engineer (m/w/d)
    Technische Universität Darmstadt, Darmstadt
Detailsuche

Die Aktion richtet sich ausdrücklich nicht nur gegen den Bundesvorstand, sondern auch gegen die Basis. Die Mitarbeiter von Verwaltung und Technik erwarten unter anderem eine "Diskussionskultur ohne Mobbing, Drohungen und Hetzjagden", mehr Solidarität untereinander und "mehr Beschäftigung mit Themen anstelle von Gate-Tourismus". Damit ist wohl auch das sogenannte Bombergate gemeint, um das es in den vergangenen Tagen Streit gegeben hatte.

Streit um Protestaktion in Dresden

Dabei ging es um eine Protestaktion in Dresden. Dort hatten Mitte Februar 2014 zwei Frauen - bei denen nicht ganz klar ist, ob sie zur Femen-Gruppe gehören oder nicht - unter anderem dem britischen General gedankt, der im Februar 1945 das Flächenbombardement auf die Stadt mit mehr als 20.000 Toten befehligt hatte. Offenbar, so der Berliner Kurier, war die Berliner Piraten-Politikerin und Europakandidatin Anne Helm an der Aktion beteiligt. Seitdem gibt es in der Partei erbitterte Debatten zwischen linken und liberalen Mitgliedern.

Im Netz wird der Warnstreik der Piraten kontrovers diskutiert. Unter dem Hashtag #Orgastreik gibt es neben den unvermeidlichen Scherzbeiträgen viele ernsthafte Meinungsäußerungen. Bei denen scheinen sich Zustimmung und Ablehnung zur Aktion die Waage zu halten. Mitglieder weisen besonders auf einen Punkt hin: "Wir sind gegen Infrastrukturabschaltung überall auf der Welt aus politischen Gründen. Aber wir machen es", so ein Pirat.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


hw75 22. Feb 2014

Sehe ich auch so. Viel schlechter kann es nicht werden.

KritikerKritiker 22. Feb 2014

Als außenstehender würde ich sagen, dass es einfach sehr sehr schwierig ist, eine große...

Anonymer Nutzer 21. Feb 2014

An der Schweiz sieht man gerade wirklich gut, wozu das führt: Die Abstimmung über die...

Anonymer Nutzer 21. Feb 2014

Auch wenn die Piraten interessante Themen haben sind sie unwählbar. Sie sind einfach in...

gehtDichNichtsAn 21. Feb 2014

wenns do nur 10-15 wären. aber da gibts noch viel viel mehr.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
Frankreich will wiederverwendbare Rakete von Arianespace

Arianespace soll eine kleine wiederverwendbare Rakete entwickeln. Das Konzept kommt zu spät, ist zu klein und wirtschaftlich wie politisch fragwürdig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Raumfahrt: Frankreich will wiederverwendbare Rakete von Arianespace
Artikel
  1. S-Klasse mit Level 3: Mercedes darf hochautomatisiert fahren
    S-Klasse mit Level 3
    Mercedes darf hochautomatisiert fahren

    Autonom fahren ist es noch nicht, aber Level 3 darf Mercedes nun 2022 mit dem Drive Pilot in der S-Klasse und im EQS anbieten.

  2. Yamaha-Kopfhörer mit Cashback bei Media Markt sichern
     
    Yamaha-Kopfhörer mit Cashback bei Media Markt sichern

    Wer bei Media Markt aktuell ausgewählte Kopfhörer von Yamaha kauft, kann sparen und sich bis zu 50 Euro Cashback sichern.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Samsung Odyssey Neo G9 im Test: Mini-LED im Ultrawide-Format macht den Unterschied
    Samsung Odyssey Neo G9 im Test
    Mini-LED im Ultrawide-Format macht den Unterschied

    Samsungs Odyssey Neo G9 ist riesig und durch Mini-LED auch kontraststark. Es gibt derzeit keinen besseren (und teureren) 32:9-Monitor für Gaming.
    Ein Test von Oliver Nickel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM-Module und SSDs von Crucial im Angebot • Acer-Monitore zu Bestpreisen (u. a. 27" FHD 165Hz OC 199€) • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Microsoft Flight Simulator Xbox 29,99€ • Alternate (u. a. Kingston A400 480 GB SSD 37,99€) • Release: Halo Infinite 68,99€ [Werbung]
    •  /