Officesuite: Libreoffice 6.0 bringt PGP-Signaturen und bessere Formulare

Sieben Jahre nach der ersten Veröffentlichung des Openoffice.org-Forks Libreoffice steht die aktuelle Version 6.0 der freien Officesuite bereit. Der Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) zufolge bringt die neue Version eine "bedeutende Anzahl neuer Funktionen" für die Kernbestandteile sowie für die einzelnen Anwendungen der Programmsammlung. Die aus Sicherheitsperspektive wohl größte Neuerung ist die integrierte Unterstützung für das Signieren von ODF-Dokumenten mit OpenPGP-Schlüsseln. Um die Funktion zu nutzen, müssen Nutzer eine GPG-Installation auf ihrem System haben.
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Die Writer genannte Textverarbeitung rückt eine lang unterstützte Funktion in den Vordergrund: das Erstellen von Formularen, die standardkonform zu den Formularen in PDF-Dateien sind. Für einen leichteren Zugriff auf diese Funktion verfügt die Textverarbeitung über einen neuen Menüeintrag.
Writer kann außerdem ePub-Dateien exportieren und Dateien von Quarkxpress importieren. Dank einer verbesserten Version der integrierten Rechtschreibüberprüfung Hunspell sollen Affixe und Komposita besser automatisch erkannt werden, was insbesondere für Sprachen helfen soll, die über eine entsprechend reichhaltige Morphologie verfügen.
Die Präsentationsfolien, die mit Impress 6.0 erstellt werden, nutzen standardmäßig das Format 16:9 - mittlerweile das übliche Format für Bildschirme und Projektoren. Das Team hat dementsprechend auch die Vorlagen angepasst. Die Tabellenkalkulation Calc unterstützt in Version 6.0 einige neue Funktionen des ISO-Standards für ODF 1.2.
Die im vergangenen Jahr eingeführte Menüzeile speziell für die Verwendung auf Notebooks hat in Version 6.0 zwei weitere Ansichten bekommen. Diese Funktion bezeichnet das Team aber nach wie vor als experimentell.
Eine vollständige Liste der Neuerungen(öffnet im neuen Fenster) findet sich im Wiki des Projekts. Libreoffice 6.0 steht für Linux, Windows, macOS zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Für eher konservative Nutzer und für die Verwendung in Enterprise-Umgebungen empfiehlt das Team weiter die Nutzung der Version 5.4.



