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Office und Windows: Microsoft klagt gegen Software-Billiganbieter Lizengo

Auffallend günstige Keys für Office 365 und Windows 10 bei Anbietern wie Edeka sind möglicherweise nicht legal. Nun geht Microsoft gegen Lizengo vor, einen der größten Anbieter solcher Software.

Artikel veröffentlicht am ,
Logo von Microsoft
Logo von Microsoft (Bild: Drew Angerer/Getty Images)

Im Spielebereich gibt es schon seit Jahren immer wieder Hinweise darauf, dass auffallend günstige Keys aus zweifelhaften Quellen stammen. Nun beschäftigt sich die Softwarebranche auch mit Freischaltcodes für Windows 10 und Office 365. Konkret geht es um das Kölner Unternehmen Lizengo, einen der größten Anbieter günstiger Keys für Anwendungssoftware. Diese werden nicht nur online, sondern seit einiger Zeit auch über Softwarekarten bei Edeka vertrieben.

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Laut dem Onlinemagazin CRN hat Microsoft nun herausgefunden, dass zumindest einige der Keys von Lizengo die Software zwar freischalten, so dass der Anwender sie ohne Einschränkungen nutzen kann. Tatsächlich sollen aber mit diesen Keys verbundene Lizenzen nicht für den deutschen Markt bestimmt sein, sondern für China.

Andere sollen aus Volumenlizenzverträgen mit Universitäten im Ausland stammen. Angeblich seien einige dieser Keys von Lizengo an mehrere Kunden verkauft und entsprecht mehrfach aktiviert worden, obwohl sie nur für einen Nutzer gedacht seien.

Lizengo hat sich zu diesen Anschuldigungen bislang nicht öffentlich geäußert. Auf frühere ähnliche Vorwürfe hatte das Unternehmen geantwortet, dass die Lizenzen legal seien und dass die niedrigen Preise durch den Einkauf von Überkapazitäten von Großhändlern zustande kämen. Lizengo hatte Windows 10 Pro zeitweise für rund 40 Euro verkauft, der offizielle Preis von Microsoft lag damals bei rund 260 Euro. Office 2019 Home & Student war über Lizengo für rund 105 Euro zu haben, Microsoft verlangt rund 150 Euro.

Für den Kunden - insbesondere für Privatanwender - ist es im Normalfall nicht möglich zu erkennen, ob er seine Software mit einem Key freischaltet, der für seine Region gedacht ist. Laut CRN habe sogar Microsoft mit seinem hauseigenen Produktidentifikationsdienst einige Zeit gebraucht, um die Herkunft und Rechtmäßigkeit der Keys zu überprüfen. Erschwerend für die Kunden kommt hinzu, dass sich auf Plattformen wie Amazon teils Dutzende Firmen einen Preiskampf mit Angeboten liefern, von denen zumindest einige auf den ersten Blick nicht hundertprozentig seriös wirken.

Lizengo gehört zu den bekannteren Unternehmen im Segment der Lizenzhändler, eigentlich genießt die Firma einen guten Ruf. Sie selbst nennt als Referenzkunden übrigens unter anderem die Bundeswehr und die Polizei Bayern Schwaben Nord.

Nachtrag vom 22. Oktober 2019, 12:15 Uhr

Der Lizengo-CEO Tobias M. Zielke gibt an, dass Microsoft bisher noch keine Klage beim Unternehmen eingereicht habe. Das berichtet das IT-Magazin Heise Online. Möglicherweise wird dies aber noch nachgereicht.

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SJ 23. Okt 2019

Die gibts gratis dazu.

demon driver 22. Okt 2019

Was heißt denn in dem Zusammenhang "vertrauenswürdig"? Oder "nicht vertrauenswürdig...

treysis 22. Okt 2019

Was aber eh schwierig ist, wenn der Key im BIOS integriert ist.

mifritscher 22. Okt 2019

@redmord: Es geht da um Geräte, die vor Win10 auf den Markt gekommen sind, und vorher mit...

ahofmann 22. Okt 2019

Ja, das nervt sehr und ich hoffe das Microsoft den Rechtsstreit so verliert, dass für die...


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