Office Suite: Apache denkt über mögliches Ende von Openoffice nach

Die stark verzögerte Reaktion der Entwickler von Openoffice auf Sicherheitslücken hat den scheidenden Vorsitzenden des Apache Openoffice Project Management Committee (PMC), Dennis Hamilton, dazu bewogen, eine Diskussion über die mögliche Zukunft des Projektes anzustoßen. Dieser fasst dazu in einer Mail(öffnet im neuen Fenster) auch zusammen, wie ein behutsamer Ausstieg aus der Openoffice-Entwicklung aussehen könnte.
Dabei berücksichtigt sind der Umgang mit der Code-Basis, Support und andere nötige Schritte. Hamilton leitet seine Mail mit der ernüchternden Erkenntnis ein, dass dem Openoffice-Projekt die Manpower fehle, um eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten. Auch die Koordination des halben Dutzend Entwickler, die das Projekt aufrechterhielten, lasse zu wünschen übrig.
Hamilton sieht das Projekt in Fragen der Sicherheit und der Qualität gefährlich nahe an der roten Linie, die die Apache Foundation für die Aufrechterhaltung eines Projekts zieht. In Sicherheitsfragen, wie zuletzt bei dem Hotfix für eine Sicherheitslücke(öffnet im neuen Fenster) , sieht Hamilton das Projekt in ernsten Schwierigkeiten. Er berichtet zudem, dass die Apache Software Foundation Druck ausübe und nun monatliche Berichte von ihm einfordere, statt wie sonst üblich quartalsweise.
Es sei darüber hinaus aber nicht sein Ziel, das Projekt sterben zu lassen, auch wenn der Start dieser Diskussion auf manchen wie ein Indiz dafür wirke. Es gebe keinen guten Zeitpunkt, um über einen sauberen Ausstieg nachzudenken, allerdings fürchte er, dass das Projekt ohne strategische Planung demnächst mit einem Paukenschlag untergehe.
Openoffice hat seit der Abspaltung von Libreoffice beständig an Boden verloren. Während Libreoffice von einer regelmäßigen Release-Politik lebt, gibt es bei Openoffice mit seinen Veröffentlichungen starke Verzögerungen.



