Abo
  • Services:
Anzeige
Microsofts Office 365 gibt es jetzt in ausschließlich deutschen Rechenzentren.
Microsofts Office 365 gibt es jetzt in ausschließlich deutschen Rechenzentren. (Bild: Wikimedia/CC0 1.0)

Office 365: Microsofts Cloud-Dienste auf deutschen Servern mit Aufpreis

Microsofts Office 365 gibt es jetzt in ausschließlich deutschen Rechenzentren.
Microsofts Office 365 gibt es jetzt in ausschließlich deutschen Rechenzentren. (Bild: Wikimedia/CC0 1.0)

Der Softwarehersteller Microsoft bietet seine Office-365-Produkte nun auch in einer Deutschland-Version an. Dabei verspricht das Unternehmen, dass die Daten ausschließlich in seinen neuen Rechenzentren im Inland gespeichert werden. Diesen Service müssen Kunden aber bezahlen.

Nach dem Rechtsstreit mit der US-Regierung um den Zugriff amerikanischer Behörden auf in Europa gespeicherte E-Mails macht Microsoft nun Ernst. Eine neue Cloud-Lösung, bei der alle Daten ausschließlich in in Deutschland stehenden Rechenzentren gespeichert werden, soll Kunden künftig vor dem Zugriff ausländischer Regierungen schützen.

Anzeige

Das neue Angebot, das unter anderem mit einem Foto des Reichstagsgebäudes beworben wird, wird allerdings 25 Prozent teurer sein als vergleichbare internationale Cloud-Pakete des Unternehmens. Microsoft begründet dies laut Futurezone mit den hohen Kosten für den Aufbau und Betrieb der beiden neuen Rechenzentren in Frankfurt am Main und in der Nähe von Magdeburg. Demnach würden auch der Service und Vertrieb für die neuen Pakete vollständig in Deutschland abgewickelt.

Microsoft will keinen Zugriff mehr

Mit seinem deutschen Cloud-Angebot geht Microsoft noch einen Schritt weiter: Die deutschen Rechenzentren sollen praktisch gar nicht mehr von Microsoft kontrolliert werden. Für den Datenzugriff soll in Zukunft stattdessen die T-Systems International GmbH als Treuhänder zuständig sein. T-Systems ist eine Tochter der Deutschen Telekom AG und bietet Cloud-Lösungen für Geschäftsgroßkunden an.

"Der deutsche Datentreuhänder kontrolliert den gesamten Zugang zu Kundendaten, wozu virtuelle Computer, E-Mails, Anlagen, Bilder, Speicher-Blobs, Datenbankinhalte und weiteres mehr gehören", heißt es bei Microsoft. "Ohne Zustimmung des Datentreuhänders oder des Kunden erhält Microsoft keinen Zugriff. Wird diese Zustimmung durch den Datentreuhänder erteilt, greift Microsoft nur unter dessen Aufsicht zeitlich begrenzt auf die Kundendaten zu." Selbst zukünftige Softwareupdates müssen demnach immer erst durch T-Systems genehmigt werden.

Rechtsstreit könnte vor Supreme Court enden

Grund für die neue Rigorosität ist sehr wahrscheinlich besagter Rechtsstreit mit der US-Regierung, der sich bereits seit 2014 hinzieht. Zwar entschied die erste Instanz in New York zunächst, Microsoft müsse den US-Behörden E-Mails seiner Kunden nach US-Recht zugänglich machen, auch wenn diese in Europa gespeichert sind. Ein Berufungsgericht kippte diese Entscheidung jedoch im Sommer 2016 zugunsten Microsofts und verweigerte erst kürzlich den Antrag des US-Justizministeriums auf eine erneute Anhörung.

Als letzten Schritt bliebe dem Ministerium der Gang vor das US-Verfassungsgericht. Beobachter schließen aber auch nicht aus, dass die neue US-Regierung um Präsident Donald Trump eine Gesetzesverschärfung durchsetzen könnte, um künftig US-Konzerne zur Herausgabe aller Daten unabhängig vom Speicherort zwingen zu können.

Localization als Lösung?

Daher versucht es Microsoft nun mit einer lokalen Lösung, bei der T-Systems als deutsches Unternehmen nicht von der US-Regierung zur Herausgabe von Daten gezwungen werden kann. Microsoft treibt mit seinem neuen Angebot aber auch die "Localization" oder Nationalisierung des Internets voran, die von vielen Experten kritisch bewertet wird.

Ein Workshop des Internet Governance Forum kam bereits 2014 zu dem Schluss, dass freiwillige Maßnahmen, dem Internet lokal technische Kapazitäten hinzuzufügen, zwar grundsätzlich willkommen seien. "Ihr Einfluss auf eine Verminderung von Internetüberwachung ist jedoch nicht belegt." Stattdessen könnten solche Maßnahmen einen Chilling-Effekt auf Nutzer und zukünftige Innovatoren haben.


eye home zur Startseite
HerrMannelig 26. Jan 2017

Was für einen Beschluss?

photoliner 26. Jan 2017

Wer seine Daten sicher wissen will, geht erst gar nicht in dieses "Internetz", dieses...

anybody 25. Jan 2017

Direktlink der sofort ohne weitere Rückfragen den PDF Download startet? Oder allgemeiner...

Anonymer Nutzer 25. Jan 2017

Ich glaube du verstehst die Implikationen für unser Land nicht ganz richtig. Schau bitte...

howe 25. Jan 2017

Wovon schwafelst Du da? Kannst Du mal bitte tief Luft holen und uns an Deinen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Hays AG, Leipzig
  2. über Duerenhoff GmbH, Hamburg
  3. über Hays AG, Mannheim
  4. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 10,99€
  2. (-3%) 33,99€
  3. 17,99€

Folgen Sie uns
       


  1. LG 32UD99-W im Test

    Monitor mit beeindruckendem Bild - trotz unausgereiftem HDR

  2. Jailbreak

    Googles Sicherheitsteam hackt mal wieder das iPhone

  3. Asus Rog Strix

    Notebooks mit 120-Hz-Display für LoL und Pubg vorgestellt

  4. Raumfahrt

    SpaceX schickt gebrauchtes Gespann zur ISS

  5. Android-Verbreitung

    Oreo gibt die rote Laterne ab

  6. Q# und QDK

    Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

  7. Corning

    3M verkauft seine Glasfaserproduktion

  8. In eigener Sache

    Golem pur verschenken

  9. Home Max

    Googles smarter Toplautsprecher kommt pünktlich

  10. Raumfahrtpolitik

    Amerika will wieder zum Mond - und noch viel weiter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Minecraft Education Edition: Wenn Schüler richtig ranklotzen
Minecraft Education Edition
Wenn Schüler richtig ranklotzen

Fire TV (2017) im Test: Das Streaminggerät, das kaum einer braucht
Fire TV (2017) im Test
Das Streaminggerät, das kaum einer braucht
  1. Firmenstreit Google blockiert Youtube auf Amazons Fire TV
  2. Neuer Fire TV Amazons Streaming-Gerät bietet HDR für 80 Euro
  3. Streaming Update für Fire TV bringt Lupenfunktion

E-Golf im Praxistest: Und lädt und lädt und lädt
E-Golf im Praxistest
Und lädt und lädt und lädt
  1. Mobilfunk Netzqualität in der Bahn weiter nicht ausreichend
  2. Leserfragen beantwortet Fährt der E-Golf auch bei Gewitter?
  3. Microsoft Sonar überprüft kostenlos Webseiten auf Fehler

  1. Re: jetzt starten die USA...

    Trollversteher | 12:48

  2. Re: 11.1.2? Das ist mal wieder Leserfang und Hetze

    Jakelandiar | 12:45

  3. Lücken in Apple Systemen: Häresie -steinigt sie

    schap23 | 12:43

  4. Re: Oberleitungen sind geldverschwendung

    Faraaday | 12:41

  5. Re: Diese Trump-Rhetorik verursacht Kopfschmerzen

    Sharra | 12:41


  1. 12:05

  2. 11:38

  3. 11:19

  4. 10:48

  5. 10:34

  6. 10:18

  7. 10:00

  8. 09:27


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel