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Office 2019 und 2016: Viele kleine Firmen nutzen ein bald obsoletes Office

Microsoft Office 2019 und 2016 laufen 2025 aus. Laut einer Studie müssen die meisten deutschen Kleinunternehmen dann neue Lizenzen kaufen.
/ Oliver Nickel
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Office 2019 läuft bald ab. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de)
Office 2019 läuft bald ab. Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de

Der 14. Oktober 2025 ist nicht nur für Windows-10-User als offizielles Enddatum für den Support wichtig. Microsoft wird zu diesem Zeitpunkt zudem einige verbreitete Office-Anwendungen einstellen. Es handelt sich um die Lizenzen für Office 2016 und 2019(öffnet im neuen Fenster) , die ohne Cloudanbindung funktionieren. Entsprechend sind sie bei einigen kleinen und mittelständischen Unternehmen beliebt.

"Mehr als 80 Prozent der kleinen Unternehmen müssen 2025 ihr Office-Paket aktualisieren" , heißt es in einer Pressemitteilung zu einer Studie des Softwareunternehmens Intra2net(öffnet im neuen Fenster) . Demnach setzten aktuell etwa mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen auf eine der beiden Office-Lizenzen. Untersucht wurden 107 deutsche Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl zwischen 10 und 49 Menschen - insgesamt 1.596 PC-Arbeitsplätze, die zudem nicht an Microsoft-Produkte wie Exchange oder Microsoft 365 angebunden sind. Die Daten müssen deshalb nicht unbedingt repräsentativ sein.

Es gibt bereits Nachfolgeprodukte für Office 2016 und 2019. Trotzdem scheint vor allem die ältere 2016-Lizenz beliebt zu sein. 37 Prozent der Arbeitsplätze haben diese Version installiert. 16 Prozent der untersuchten PCs verwenden laut Intra2net noch ältere Office-Versionen von 2013 oder 2010. Beide Versionen werden schon länger nicht mehr offiziell unterstützt. Trotzdem verweilen Kunden auf den älteren Programmen: Mehr als die Hälfte der User haben im Vergleich zum Vorjahr wohl nicht von Office 2013 oder 2010 auf eine neuere Version migriert.

Office 2024 wird teuer

Offenbar setzen aktuell zudem nur 14 Prozent der Testsubjekte auf den direkten Nachfolger von Office 2019. Office 2021 wird offiziell noch bis zum 13. Oktober 2026 unterstützt. Es würde sich also eher lohnen, auf Office 2024, das schon in der Home-Variante 150 Euro pro Arbeitsplatz(öffnet im neuen Fenster) kostet, umzustellen. Auch hier wird auf Cloudanbindung verzichtet.

Gerade für kleinere Unternehmen ist es oft nicht lohnend, eine neue Version von Office ohne Cloudanbindung anzuschaffen. Lizenzen sind teuer und im Funktionsumfang der Software ändert sich von Version zu Version nicht viel. Das liegt auch daran, dass Microsoft die meisten Neuerungen ausschließlich für Microsoft 365 umsetzt.

Die Cloudversion von Office ist stets aktuell und wird gut unterstützt, ist aber an die Cloudinfrastruktur des Konzerns gebunden. Allein das macht die Software für einige deutsche Kunden eher uninteressant. Es gibt auch Alternativen wie Libreoffice, die sich ähnlich bedienen lassen - etwas Eingewöhnung vorausgesetzt.


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