Offenlegung von Trainingsdaten: xAI scheitert mit Antrag gegen Transparenzgesetz
Ein Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien hat einen Antrag von xAI abgewiesen, mit dem das Unternehmen ein Transparenzgesetz verhindern wollte. Wie Ars Technica berichtet(öffnet im neuen Fenster) , verpflichtet das Gesetz alle KI-Entwickler, deren Modelle in dem Bundesstaat erhältlich sind, Informationen über ihre Trainingsdaten offenzulegen.
Dadurch sollen Verbraucher nachvollziehen können, aus welchen Quellen die Trainingsdaten stammen, wann diese erhoben wurden und ob die Erhebung noch andauert. Außerdem soll erkennbar sein, ob darin urheberrechtlich, markenrechtlich oder patentrechtlich geschütztes Material enthalten ist und dieses lizenziert oder gekauft wurde. Außerdem soll ersichtlich sein, ob personenbezogene Daten verwendet werden.
xAI argumentierte, dass diese Informationen das Unternehmen wertvoll machten und dieses sich durch die intensive Datenbeschaffung von seinen größten Konkurrenten abhebe. Würde das Gesetz durchgesetzt, sei dies für xAI "wirtschaftlich verheerend" und die Offenlegung könne "unmöglich für Verbraucher hilfreich sein" . Hinzu komme: "Wenn Wettbewerber die Quellen aller Datensätze von xAI oder auch nur deren Größe einsehen könnten, könnten sie beurteilen, welche Daten xAI besitzt und welche Lücken bestehen."
Nur eine Reihe allgemeiner Behauptungen
Für den zuständigen Richter reichten diese Argumente nicht aus, um das im Januar 2026 in Kraft getretene Gesetz auszusetzen. Insbesondere habe xAI die möglicherweise drohenden Schäden zu vage dargestellt. Das Unternehmen habe lediglich "eine Reihe allgemeiner Behauptungen über die Bedeutung von Datensätzen für die Entwicklung von KI-Modellen und die Gründe für deren Geheimhaltung" vorgebracht, so der Richter.
Auch habe xAI "keinen Datensatz oder Ansatz zur Bereinigung und Verwendung von Datensätzen benannt, der sich von dem der Konkurrenz so deutlich unterscheidet, dass er den Schutz eines Geschäftsgeheimnisses rechtfertigen würde" , hieß es weiter. Der Richter wies außerdem die Behauptung zurück, dass die Öffentlichkeit kein Interesse an Informationen über Trainingsdaten habe.
xAI sieht in dem Gesetz einen Versuch der Regierung Kaliforniens, Einfluss auf die Äußerungen seines Chatbots Grok zu nehmen. Dieser fällt laut dem Unternehmen in den Bereich der geschützten kommerziellen Meinungsäußerung.
Grok fiel in der Vergangenheit durch die Generierung von Hassrede auf. Momentan laufen zudem Verfahren wegen der Generierung sexualisierter Bilder durch den Chatbot .
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