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Offener Brief: Spielentwickler gegen Hass

Bislang über 600 Mitglieder der US-Spielebranche wenden sich in einem offenen Brief an die Community und bitten um einen weniger hasserfüllten Umgang. Außerdem fordern sie, etwa Aufrufe zu Gewalt oder Drohungen bei Seiten wie Steam, Twitch oder Facebook zu melden.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Peter Steinlechner
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Grafik aus Call of Duty (Bild: Activision)
Grafik aus Call of Duty Bild: Activision

Über 600 Entwickler von Studios wie Ubisoft, Blizzard, Electronic Arts, Microsoft und Sony wenden sich in einem offenen Brief an die Community(öffnet im neuen Fenster) und bitten um einen weniger aggressiven Umgangston in Foren und sozialen Netzwerken. Hintergrund für den Appell dürften vor allem die Vorfälle um die Videobloggerin Anita Sarkeesian(öffnet im neuen Fenster) sein, die sich derzeit mit Sexismus in Games beschäftigt und nach kritischen Berichten per Internet massiv beschimpft und bedroht wurde.

"Angehörige aller Geschlechter, sexuellen Orientierungen, Ethnien oder Religionen haben das Recht, Spiele zu spielen, zu kritisieren und zu entwicklen, ohne beleidigt oder terrorisiert zu werden" , so die Entwickler in dem offenen Brief.

Weiter heißt es, dass Spieler, die in Kommentaren auf Steam, Youtube, Twitch, Twitter, Facebook oder Reddit entsprechende gewalthaltige Kommentare sehen, diese den Betreibern melden sollten.

Neben den Vorgängen um Anita Sarkeesian gab es in den vergangen Tagen noch eine Reihe weiterer Vorgänge, die alles andere als ein gutes Licht auf die Spielecommunity warfen - auch, wenn man dem normalen Spieler natürlich nichts davon vorwerfen kann. Für Schlagzeilen sorgten etwa die Vorgänge um das inzwischen wohl aufgelöste Hackerkollektiv Lizard Squad , das mit einer Bombendrohung die Umleitung eines Flugzeugs mit einem Manager von Sony Online Entertainment erzwang.

Auch das sogenannte Swatting nimmt in den USA derzeit größere Ausmaße an. Erst vor einigen Tagen hatte wieder ein Spieler mit einer fingierten Anzeige einem professionellen Counter-Striker in Littleton, Colorado, ein Sondereinsatzkommando der Polizei ins Haus geschickt.

Nachtrag vom 2. September 2014, 11:05 Uhr

Leser haben uns darauf aufmerksam gemacht, dass die ursprünglich am Ende dieses Artikels verlinkte Geschichte über einen "Swatter", der zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde, ein satirisch gemeinter Hoax eines US-Magazins war. Wir bedauern den Fehler und danken für die Hinweise.


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