Offener Brief: Github soll sich mehr um seine Nutzer kümmern

Zwar habe Github sehr viel Gutes für die Open-Source-Community gebracht, aber "viele von uns sind frustriert" , heißt es in einem offenen Brief an Github(öffnet im neuen Fenster) , der natürlich auf Github selbst veröffentlicht worden ist. Die Erstunterzeichner stammen mehrheitlich aus Webprojekten, darunter auch bekannte und von teils großen Firmen unterstützte Communitys wie NPM, jQuery, React Native oder auch Typescript.
Die vorgebrachte Kritik der Beteiligten richtet sich explizit gegen den Umgang der Betreiber von Github mit mehrfach geäußerten Problemen oder Funktionswünschen der Nutzer. Einige fühlten sich dabei komplett "ignoriert" , da es über die üblichen Supportkanäle häufig keinerlei Reaktion gebe und damit völlig unklar bleibe, ob und wie die Anfragen überhaupt bearbeitet werden. Für die Open-Source-Entwickler fühle sich das schlicht seltsam an.
Github braucht einen echten Bugtracker
Konkreten Verbesserungsbedarf an Github sehen die Entwickler demnach vor allem an den Issues, einer Art Bugtracker. So sollen Eingabefelder entstehen können, die von den Communitys selbst erstellt werden, etwa um diejenigen, die Fehler melden wollen, zu zwingen, bestimmte Informationen wie die getestete Version anzugeben.
Ebenso sind wenig inhaltsvolle Kommentare wie "+1" oft nur Spam. Diese zeigen zwar an, wie weit verbreitet bestimmte Probleme sind, viel besser sei jedoch ein richtiges System zum Abstimmen. Letztlich würden auch viele Beiträge zu den Issues oder Pull Requests eingetragen, ohne die Richtlinien für Beiträge zu dem Projekt zu befolgen. Diese selbstgeschaffenen Richtlinien sollten auf den entsprechenden Seiten angezeigt werden und nicht etwa die allgemeinen Richtlinien von Github selbst.
Den Brief schließen die Entwickler damit, dass sie diese Funktionen auch selbst umsetzen würden, wenn Github denn selbst Open Source wäre.



