Offener Brief: Embracer Group kündigt Stellenabbau an

Jahrelang hat der Spielepublisher Embracer Group (Dead Island 2) Milliarden für Übernahmen ausgegeben – nun folgt ein Sparkurs.

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Artwork von Dead Island 2
Artwork von Dead Island 2 (Bild: Plaion)

In einem offenen Brief kündigt Lars Wingefors, Chef des schwedischen Publishers Embracer Group, ein Restrukturierungsprogramm mit einem Stellenabbau und weiteren Sparmaßnahmen an. Ob Mitarbeiter entlassen werden oder ob Posten einfach nicht neu besetzt werden, ist offenbar nicht geklärt.

Auch die Anzahl der möglicherweise betroffenen Personen ist bislang unklar. Laut Wingefors beschäftigt Embracer Group weltweit rund 17.000 Mitarbeiter.

Bereits im Mai 2023 gab es Berichte, dass bei der deutschen Niederlassung Plaion gespart werden solle und etwa ein halbes Dutzend Angestellte mit der Kündigung rechnen müsse.

Der offene Brief von Wingefors dürfte auch eine Reaktion auf die jüngsten Probleme sein: Ende Mai 2023 wurde kurz vor der Bekanntgabe von Geschäftszahlen ein länger geplanter Auftrag für Embracer mit einem Volumen von rund 2 Milliarden US-Dollar storniert.

Wer diesen Auftrag zuerst mündlich abschloss und ihn dann wieder strich – so die Darstellung von Embracer -, ist weiterhin nicht bekannt. Als Folge brach der Aktienkurs um über 40 Prozent ein. Nach Bekanntgabe der nun angekündigten Spaßmaßnahmen stieg er um rund 5 Prozent.

Embracer investierte in den vergangenen Jahren massiv in andere Firmen. Damit soll nun Schluss sein. "Das heute vorgestellte Programm wird uns in diesem Jahr von einem Modus hoher Investitionen in ein Unternehmen verwandeln, das einen hohen Cashflow generiert", kündigt Wingefors an.

Außerdem erwartet er von gerade neu angekündigten oder teils erstmals gezeigten Spielen wie Warhammer 40.000 Space Marine 2, Payday 3 und Alone in the Dark einen starken Absatz.

Dead Island 2 als positives Beispiel gelobt

Als besonders erfolgreiches Spiel lobt Wingefors ausdrücklich das Zombie-Actionspiel Dead Island 2, das nach offiziellen Angaben weit über 2 Millionen Käufer fand und damit die internen Erwartungen wohl weit übertraf.

Bei allen Problemen, die Embracer Group möglicherweise hat, sollte man auch beachten, dass der Konzern nach eigenen Angaben profitabel arbeitet und trotz des gestrichenen Milliardenauftrags auch im laufenden Geschäftsjahr einen Gewinn erwartet.

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