Offener Brief: "Blackberry ist nicht für jeden gemacht"

Blackberry beteuert in seiner tiefsten Krise, dass "schwierige Veränderungen notwendig" seien, um die Firma für die Zukunft zu stärken. Angesichts massiv sinkender Marktanteile betont der Hersteller, dass Blackberry eben "nicht für jeden Kunden gemacht" sei.

Artikel veröffentlicht am ,
Blackberry Playbook
Blackberry Playbook (Bild: RIM (Research In Motion))

Blackberry hat sich in einem offenen Brief an die Kunden und Partner gewandt, um die Überlebensfähigkeit des Unternehmens zu beschwören. "Sie können sich weiterhin voll und ganz auf Blackberry verlassen", heißt es in dem Schreiben. "Wir haben umfangreiche finanzielle Reserven und sind schuldenfrei." Das Unternehmen werde durch "weltweite Restrukturierung" die Ausgaben um 50 Prozent senken und die gesamte Organisation "effizienter und noch kundenorientierter gestalten."

Stellenmarkt
  1. lnformatiker*in als IT-Sicherheitsbeauftragte*r / CISO
    Kreis Herzogtum Lauenburg, Ratzeburg
  2. Geoinformatiker / Vermessungsingenieur als Teamleiter (m/w/d) Stromnetze Projekt- & Qualitätssicherung
    Mainova AG, Frankfurt am Main
Detailsuche

Der angeschlagene Smartphone-Hersteller kämpft mit massiv sinkenden Marktanteilen und steht zum Verkauf. Im aktuellen Quartalszeitraum erwartet das Unternehmen einen Verlust von bis zu 995 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen kündigte an, rund 4.500 Mitarbeiter zu entlassen. Im Jahr 2012 hatte der Hersteller bereits 5.000 Stellen abgebaut. Doch das Unternehmen hat Barreserven in Höhe von 2,6 Milliarden US-Dollar und ist schuldenfrei. Es könnte sich damit drei weitere Verluste in der bisherigen Höhe leisten.

"Uns ist bewusst, dass es einen starken Wettbewerb gibt und dass Blackberry nicht für jeden Nutzer gemacht ist. Das ist auch völlig in Ordnung. Sie wissen seit jeher, dass Blackberry anders ist und dass Sie sich mit Blackberry von der Masse abheben. Und zu vielen von Ihnen haben wir dadurch eine Verbindung aufgebaut, die bereits seit über einer Dekade besteht", appelliert das kanadische Unternehmen an die Stammkunden. Im vergangenen Quartal sei die Zahl der Serverinstallationen von Blackberry Enterprise Service 10 von 19.000 auf über 25.000 gestiegen.

Laut Dokumenten aus dem Snowden-Archiv schrieb die NSA 2009, dass sie den SMS-Verkehr mit Blackberrys habe "sehen und lesen" können. Allerdings sei der Zugang zu Blackberrys 2009 zeitweise blockiert gewesen, nachdem das Unternehmen eine Firma übernommen und die Datenkomprimierung geändert hatte. Im März 2010 vermeldete die zuständige NSA-Abteilung, sie habe den Zugang wiederherstellen können und jubelte: "Champagner!" Den Dokumenten zufolge will die NSA auch den Zugang zum besonders gesicherten Blackberry-E-Mail-System erlangt haben. Dennoch betont das Unternehmen in dem offenen Brief: "Weltweit vertrauen Regierungen, internationale Konzerne und alle Unternehmen, die beim Thema Sicherheit keine Kompromisse machen können, auf Blackberry."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


benbarian 16. Okt 2013

Dem kann ich nur vollkommen zustimmen. Hoffen wir das beste.

benbarian 16. Okt 2013

man man man, es freut mich einfach immer wieder andere positive Stimmen über Blackberry...

activeair 16. Okt 2013

... mag sein, dass die Hardware unzureichend für 10 ist. Aber dann hätte man das damals...

Gl3b 16. Okt 2013

Mit Synchronisation. Erkennt das Gerät nicht. Hat das jemand auch ?



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
"Macht mich einfach wahnsinnig"
Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat vor einem Jahr ein Elektroauto bei VW bestellt. Und seitdem nichts mehr davon gehört.

Macht mich einfach wahnsinnig: Kelber beklagt digitale Inkompetenz von VW
Artikel
  1. Unikate: Deutsche Post verkauft eine Milliarde Matrixcode-Briefmarken
    Unikate
    Deutsche Post verkauft eine Milliarde Matrixcode-Briefmarken

    Die Deutsche Post begann im Februar 2021, Briefmarken mit Matrixcode zu verkaufen. Nun wurden bereits eine Milliarde Stück verkauft.

  2. Telemetrie: Voyager 1 weiß wohl nicht, wo sie ist
    Telemetrie
    Voyager 1 weiß wohl nicht, wo sie ist

    Seit 1977 befindet sich die Raumsonde Voyager 1 auf ihrer Reise durchs All. Die neusten Daten scheinen einen falschen Standort anzuzeigen.

  3. Agile Softwareentwicklung: Einfach mal so drauflos programmiert?
    Agile Softwareentwicklung
    Einfach mal so drauflos programmiert?

    Ohne Scrum wäre das nicht passiert, heißt es oft, wenn etwas schiefgeht. Dabei ist es umgekehrt: Ohne agiles Arbeiten geht es nicht mehr. Doch es gibt drei fundamentale Missverständnisse.
    Von Frank Heckel

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Xbox Series X bestellbar • Samsung schenkt 19% MwSt. • MindStar (u. a. AMD Ryzen 9 5950X 488€) • Cyber Week: Jetzt alle Deals freigeschaltet • LG OLED TV 77" 62% günstiger: 1.749€ • Bis zu 35% auf MSI • Alternate (u. a. AKRacing Core EX SE Gaming-Stuhl 169€) [Werbung]
    •  /