Offene Formate: ODF und PDF werden Regierungsstandard im UK

Nach langer Konsultationsphase legt das Vereinigte Königreich ODF und PDF als verpflichtende Dateiformate fest. Sämtliche Regierungsdokumente dürfen künftig nur noch offene Formate verwenden.

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70 Whitehall: das Cabinet Office in London
70 Whitehall: das Cabinet Office in London (Bild: Wikimedia/Smuconlaw - CC-BY-SA 3.0)

Für Dokumente der Regierung des Vereinigten Königreiches dürfen künftig nur noch offene Dateiformate verwendet werden, wie der Minister für Kabinettsangelegenheiten Francis Maude mitteilt. Zum bloßen Ansehen von Dokumenten sind PDF/A-1 und 2 sowie HTML5 vorgesehen, für die Zusammenarbeit mit oder innerhalb der Regierung ist ODF 1.2 vorgeschrieben.

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Mit dieser Festlegung soll garantiert werden, dass "sowohl Bürger als auch Mitarbeiter der Regierung" die Software verwenden können, die ihren Ansprüchen am besten gerecht wird. Eine spezielle Software, um mit Regierungsdokumenten zu arbeiten, ist damit also nicht mehr notwendig.

Darüber hinaus werden Dokumente innerhalb der Regierung künftig nur noch in einem Format bearbeitet, was die gemeinsame Erarbeitung vereinfachen soll. Immerhin sollten so Fehler ausgeschlossen werden, die durch einen Wechsel des Formats geschehen. Die verschiedenen Behörden und Ministerien werden aber nicht zur Benutzung einer bestimmten Software verpflichtet, so dass auch weiterhin Microsofts Office Suite und Konkurrenzprodukte wie Libreoffice parallel genutzt werden dürfen.

Milliarden Einsparungen

Die Regierung verspricht sich von diesem Schritt eine größere Unterstützung von kleineren, vor allem aber lokalen Unternehmen. Gemeinsam mit der Strategie, standardmäßig digital zu arbeiten, sollen insgesamt 1,2 Milliarden britische Pfund, etwas mehr als 1,5 Milliarden Euro, an Steuergeldern eingespart werden.

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Der Entscheidung ist eine sehr langwierige Auseinandersetzung in dem offiziellen Standardisierungsgremium vorausgegangen. Eigenen Aussagen zufolge berücksichtigte die Regierung über 500 verschiedene öffentliche Kommentare und befragte auch betroffene Nutzer. Bereits Ende September vergangenen Jahres sind HTTP 1.1, URLs, Unicode 6.2 und UTF-8 als Standards für Webdokumente festgelegt worden.

Zwar gelten die Standards ab sofort und werden auch für alle Belange mit Bezug auf diese Richtlinie angewendet. Die Umsetzung in der einzelnen Abteilung kann jedoch noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, soll aber von dem eigenen IT-Dienstleister begleitet werden.

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