Ofcom: Nutzer können bei schwachem Datendurchsatz sofort kündigen
Die britische Regulierungsbehörde Ofcom will Nutzern ein erweitertes Sonderkündigungsrecht gewähren, wenn der Datendurchsatz beim Internetzugang unter den Angaben des Netzbetreibers liegt. Das gab Ofcom bekannt(öffnet im neuen Fenster). Gestärkt werde das Ausstiegsrecht, wenn die Geschwindigkeit unter einen garantierten Mindestwert fällt.
Den Angaben zufolge sollen die Anbieter die Datenübertagungsrate in einer begrenzten Zeitspanne verbessern können, sonst müssen sie den Kunden aus dem Vertrag entlassen. Das Ausstiegsrecht gilt zum ersten Mal auch für Verträge, die Telefonie- und Pay-TV-Dienste beinhalten.
Zudem müssen sich die Angaben zu den Datenraten ändern. "Wir planen, die Lücke zwischen dem, was beworben, und dem, was geliefert wird, zu schließen. Dem Kunden soll ein umfassenderes Bild geboten werden, bevor sie sich zu einem Vertrag verpflichten", sagte Lindsey Fussell, Ofcom Consumer Group Director.
Das Ausstiegsrecht soll gelten, wenn die Datenrate an drei Tagen hintereinander unter dem vertraglich zugesichertem Downloadtempo liegt. Der Anbieter hat dann 30 Tage Zeit, die Leistung zu verbessern, wenn das Problem beim Betreiber liegt.
Netzbetreiber sind mit der Vorgabe einverstanden
Ofcom sammelt für den Entwurf bis zum 10. November 2017 Kommentare. Eine gültige Festlegung soll es bis Anfang nächsten Jahres geben.
Der Netzbetreiber BT hat der BBC erklärt(öffnet im neuen Fenster), die neuen Regelungen zu unterstützen. Die Internet Services Providers' Association (ISPA) sagte der BBC, der Entwurf gehe in die richtige Richtung. Es gebe aber Faktoren bei den Datenraten, die der Provider nicht beeinflussen könne.
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