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Österreich: Telekom sucht weitere Partner für Glasfaserausbau

Für sein Koaxialkabelnetz in Österreich will die Telekom eine Partnerschaft für mehr Glasfaser aufbauen.
/ Achim Sawall
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Die Telekom baut Glasfaser (Bild: Deutsche Telekom)
Die Telekom baut Glasfaser Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom bereitet in mehreren EU-Ländern Partnerschaften mit Investoren vor, um die Kosten für den Glasfaserausbau zu teilen. Unter anderem in Österreich ist ein Joint Venture in Vorbereitung, bei dem die Telekom und der Partner jeweils 150 Millionen Euro beisteuern sollen, erfuhr das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) aus Finanz- und Konzernkreisen.

Einschließlich Schulden könnte das Gemeinschaftsunternehmen dabei mit rund 1 Milliarde bewertet werden. Anfang kommenden Jahres soll dazu ein Bieterverfahren beginnen. In Polen ist ein ähnliches Vorgehen vorgesehen. Ein Konzernsprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Telekom kaufte Kabelnetz von Liberty Global

In Österreich gibt es die Besonderheit, dass die Telekom dort nur ein Koaxialkabelnetz als Festnetz besitzt. Der Mobilfunkbetreiber T-Mobile Austria hatte im Dezember 2017 für 1,9 Milliarden Euro den Kabelnetzbetreiber UPC Austria gekauft. UPC Austria war eine Tochter von Liberty Global, dem weltgrößten Kabelnetzbetreiber.

Im Mai 2021 lag Österreich nach Angaben der Branchenorganisation FTTH Council Europe auf dem vorletzten Platz (PDF)(öffnet im neuen Fenster) bei der FTTH/B-Versorgung (Fiber To The Home/Fiber To The Building). Schlechter war das Festnetz nur noch in Belgien ausgebaut. Österreich kam auf 2,1 Prozent Versorgung, wovon ein großer Teil von circa 80 Prozent auch genutzt wird. Deutschland war mit 4,9 Prozent auf dem viertletzten Platz. Die Take-up-Rate ist hier erheblich niedriger als in Österreich.

Die Telekom hatte in Deutschland das Gemeinschaftsunternehmen Glasfaserplus mit dem australischen IFM Global Infrastructure Fund im November offiziell angekündigt . Deutschland-Chef Srini Gopalan betonte, offen für weitere Partnerschaften zu sein, "von kleinen Partnern wie Stadtwerken bis hin zu großen". Das Joint Venture soll bis 2028 vier Millionen zusätzliche FTTH-Anschlüsse im ländlichen Raum und in Fördergebieten ausbauen.


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