Bleibt nur die ID-Austria
Überdies wäre das Publikum von Youtube, Instagram oder Tiktok in Österreich wohl kaum bereit, für diese freien Services bei einem ID-Provider zu bezahlen. Im Staatssekretariat für Digitalisierung ist man zwar bemüht, das Offensichtliche kleinzureden(öffnet im neuen Fenster), aber übrig bleibt eigentlich nur die ID-Austria, Österreichs digitaler Ausweis(öffnet im neuen Fenster).
Die ist zwar derzeit noch nicht für ein solches Onlineverfahren eingerichtet. Daran wird jedoch gerade gearbeitet, wie zu erfahren war. Dieser Service muss jedenfalls über ein Interface an die Streamingplattformen angebunden sein.
Konzerne juristisch nicht angreifbar
"Die Annahme, dass man den US-Konzernen mit derlei Maßnahmen in die Geschäftsmodelle fahren kann, ist eine dumme Illusion. Das im Entwurf enthaltene Verfahren ist für Österreich extrem aufwändig und die Konzerne können sich ins Fäustchen lachen", sagte Lohninger von Epicenter.works dazu.
Und dazu haben die Betreiber der Video-Sharingplattformen tatsächlich allen Grund. Da eine externe Altersüberprüfung stattfindet, die mit Steuergeld aus Österreich finanziert wird, können sich die Konzerne den beträchtlichen Aufwand dafür sparen. Zudem können sie in Sachen Jugendschutz nicht mehr juristisch belangt werden.
- Anzeige Hier geht es zum Gimbal DJI OM 4 bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

