Österreich: A1 kündigt Abschied vom 2G-Mobilfunkstandard an
Der österreichische Mobilfunkbetreiber A1 will den 2G-Standard im Mai 2028 abschalten. Das gab A1 Telekom Austria am 5. Mai 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). A1 Österreich Chief Executive Officer Jiří Dvorjančanský sagte: "Heute spielt 2G nur noch eine sehr untergeordnete Rolle und macht nun Platz für neue, leistungsfähigere Standards."
Magenta Telekom und Drei haben noch keinen festen Termin für ein Ende von 2G bekannt gegeben. "Drei Österreich betreibt 2G aktuell auf 1.800 MHz und auf einem kleineren Teil der Standorte auch auf 900 MHz. Zukünftig werden wir das von 2G genutzte Spektrum für die Weiterentwicklung unseres 5G Netzes nutzen", sagte Sprecher Tom Tesch Golem.
"Auch bei Magenta Telekom beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema 2G-Abschaltung. Konkrete Pläne beziehungsweise ein fixes Abschaltdatum kommunizieren wir derzeit noch nicht", erklärte Paul von Groote für Magenta Telekom.
Zahlreiche Mobilfunkanbieter in Europa haben 2G bereits abgeschaltet oder entsprechende Maßnahmen angekündigt. A1 folge diesem internationalen Trend "verantwortungsvoll und mit ausreichend Vorlaufzeit", erklärte das Unternehmen, dessen Mehrheitsaktionär der mexikanische Konzern América Móvil ist.
A1 Telekom Austria ist zugleich der größte Festnetzbetreiber des Landes. "Wir verwenden heute 2G auf 5 MHz Bandbreite im FDD-Band 900 MHz und werden den Bereich aus heutiger Sicht auf 4G/5G refarmen", sagte A1-Sprecher Jochen Ohnewas-Schützenauer.
Frequenzauktion im April 2026
A1 erwarb zuletzt bei einer Frequenzauktion im April 2026 im 2.300 MHz-Bereich 50 MHz für 11 Millionen Euro, T-Mobile aus Deutschland kaufte 100 MHz zu 13,2 Millionen Euro und Hutchison (Drei) aus China zahlte mit 15,2 Millionen Euro am meisten.
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