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Magnetschwebezug in Südkorea: Asien baut Magnetschwebebahnen, Deutschland verramscht den Transrapid.
Magnetschwebezug in Südkorea: Asien baut Magnetschwebebahnen, Deutschland verramscht den Transrapid. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

ÖPNV: Ganz schön abgefahren!

Magnetschwebezug in Südkorea: Asien baut Magnetschwebebahnen, Deutschland verramscht den Transrapid.
Magnetschwebezug in Südkorea: Asien baut Magnetschwebebahnen, Deutschland verramscht den Transrapid. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Bloß nicht im Stau stehen: Originelle Konzepte sollen die Menschen vom eigenen Auto in den öffentlichen Nahverkehr locken. Busse fahren über den Stau hinweg, Züge schweben über den Schienen oder schießen durch Röhren, Flüsse werden zu Straßen für futuristische Wassertaxis.
Ein Bericht von Werner Pluta

Immer mehr Menschen auf der Welt besitzen ein Auto, mit dem sie schnell an ihr Ziel kommen wollen. Aber je mehr Autos auf der Straße unterwegs sind, desto weniger geht vorwärts. Die Blechkisten benötigen einfach zu viel Platz - im Gegensatz zu platzsparenden Transportmitteln wie Bussen oder Bahnen. Leider sind die oft unbequem, weil sie nach unflexiblen Fahrplänen verkehren, Verspätung haben oder schlicht auch im Stau stecken. Doch es tut sich einiges im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Neue Transportmittel und originelle Konzepte sollen diesen attraktiver machen. Wir stellen einige vor.

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TEB fährt über den Stau hinweg

Im August präsentierte das chinesische Unternehmen TEB Technology Development Company einen neuartigen Bus: Der Transit Elevated Bus 1 (TEB-1) war erstmals in der Hafenstadt Qinhuangdao in der nordchinesischen Provinz Hebei unterwegs. Er soll zwar auf öffentlichen Straßen fahren, aber nicht im Stau stehen - er fährt einfach darüber hinweg.

Der Bus ist so breit wie die Straße, er fährt auf Schienen, die auf beiden Seiten neben der Fahrbahn verlegt sind. Sein Fahrgestell ist so hoch, dass Autos darunter hindurchpassen. Die Passagiere sitzen im ersten Stock, also über dem Stau. Das elektrisch angetriebene Gefährt soll 300 Fahrgäste transportieren.

Die erste Fahrt war kurz

Kurz nach der Vorstellung im August kam allerdings der Verdacht auf, dass es sich bei dem Projekt um einen riesigen Schwindel handeln könnte. So berichtete etwa die offizielle chinesische Tageszeitung Renmin Ribao, die Behörden von Qinhuangdao hätten von einem Straßentest nichts gewusst. Das Unternehmen gab daraufhin zu, es habe sich lediglich um einen internen Test gehandelt. Die Fahrt war nur 300 Meter lang.

Ob die Ausfahrt nun offiziell war oder nicht, ist ja für den Erfolg des Projekts weniger relevant. Aber Zweifel scheinen angebracht: So soll der Bus 4,8 Meter hoch sein. Die zulässige Höhe für Autos in China beträgt jedoch 4,5 Meter. In vielen Städten gibt es Hochstraßen oder Überführungen, unter denen nur 4,2 Meter Platz ist. Vertikal knapp wird es auch unter dem Bus: Die Durchfahrt ist 2,1 Meter hoch - viele Autos sind höher.

Die Finanzierung des Busses ist zweifelhaft

Auch dafür könnten sich Lösungen finden. Was aber der TEB Technology Development Company - und damit auch dem Portalbus - den Garaus machen könnte, sind die Vorwürfe, das Unternehmen habe Anleger betrogen. TEB Technology Development Company hat Geld über eine Peer-to-Peer-Plattform bezogen. Diese Art der Finanzierung ist in China recht verbreitet. Sie bewegt sich aber in einer rechtlichen Grauzone. Viele Anleger haben Geld an Betrüger verloren, weshalb die Regierung dagegen vorgeht.

Kritiker haben TEB Technology Development Company vorgeworfen, ebenfalls die Anleger übers Ohr hauen zu wollen, was der Gründer und Portalbus-Erfinder Song Youzhou bestreitet. Inzwischen sieht es jedoch so aus, als habe das Unternehmen seine Arbeit eingestellt. Der Prototyp steht unbenutzt in einer provisorischen Halle. Die Chefs sind abgetaucht. TEB Technology Development Company wollte im Laufe des Jahres 2017 zeigen, was an dem Transportmittel tatsächlich dran ist. Daraus wird dann wohl nichts. Mal sehen, ob sich jemand anderes findet, der sich des Konzepts annimmt.

Der TEB-1 hat noch einen Fahrer - auch wenn der Fahrstand eher wie der eines Hochgeschwindigkeitszuges aussieht. Andere Busse hingegen kommen ohne Fahrer aus, wie Olli beispielsweise.

Der Bus braucht keinen Fahrer mehr 

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MAGA 03. Jan 2017

Mal im Ernst wenn man nicht gerade in einer Großstadt wohnt kann man den ÖPNV eigentlich...

tingelchen 28. Dez 2016

Nein, hat er nicht. Radfahrer werden tatsächlich praktisch gar nicht belangt. Obwohl ein...

McWiesel 25. Dez 2016

München A8, A94, A96 .. Stuttgart A831 Berlin A103 Alle mitten rein und lösen sich dann...

RvdtG 23. Dez 2016

Jep. Deswegen sehe autonome Taxen eher im ländlichen Raum und vielleicht auf der...

RvdtG 23. Dez 2016

Ich vermute eher dass er Pessimist ist, inhaltlich hat er aber recht. Alex von München...



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