Abo
  • IT-Karriere:

ÖPNV: Der Volocopter fliegt autonom in Dubai

Erfolgreicher Erstflug für den autonomen Volocopter: Das Fluggerät ist in Dubai erstmals ohne Pilot geflogen. In fünf Jahren sollen die Volocopter als Lufttaxis Passagiere befördern.

Artikel veröffentlicht am ,
Volocopter X2 (auf der IAA): Automobil ohne Räder
Volocopter X2 (auf der IAA): Automobil ohne Räder (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Der Volocopter fliegt von selbst: Der in Süddeutschland entwickelte Multicopter Volocopter 2X ist in Dubai erstmals autonom geflogen. Die Regierung des arabischen Emirates plant, den Volocopter künftig als autonomes Lufttaxi (Autonomous Air Taxi, AAT) einzusetzen.

Stellenmarkt
  1. Universitätsklinikum Augsburg, Augsburg
  2. LOTTO Hessen GmbH, Wiesbaden

Der Copter hob in einem Park in der Hauptstadt Dubai-Stadt ab und flog knapp zehn Minuten. Bei dem Erstflug waren keine Insassen an Bord. Zu der Präsentation war der Kronprinz Muhammad bin Raschid Al Maktum gekommen.

Neun Antriebsstränge sorgen für Ausfallsicherheit

Der Volocopter 2X sieht ein wenig aus wie ein Hubschrauber ohne Heckrotor. Angetrieben wird das Fluggerät von 18 Rotoren, die auf einem Gestell über der Kanzel angeordnet sind. Der Antrieb ist in neun unabhängige Antriebsstränge aufgeteilt, jeweils mit Akku, Elektronik und zwei Rotoren, damit der Volocopter beim Ausfall eines Akkus nicht abstürzt.

Die Rotoren haben feststehende Blätter, deren Anstellwinkel nicht verstellt werden kann. Die Rotoren können einzeln angesteuert werden. Das Fluggerät wiegt mit Akkus 290 Kilogramm und kann zwei Passagiere mit einem Gesamtgewicht von 160 Kilogramm transportieren. Es kann 100 km/h schnell fliegen und bis zu 2.000 Meter hoch aufsteigen. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h beträgt die maximale Flugzeit 27 Minuten.

Der Volocopter darf bemannt fliegen

Das in Bruchsal ansässige Unternehmen Volocopter fliegt bereits mit einer pilotierten Version des Volocopters. "Wir haben letztes Jahr die Zertifizierung bekommen, das heißt, wir haben ein Fluggerät, mit dem wir deutschlandweit am Luftverkehr teilnehmen dürfen", sagte Alexander Zosel, einer der Volocopter-Gründer, Golem.de.

Die autonome Version, die als AAT fliegen soll, sei technisch identisch mit dem pilotierten Modell. Allerdings fehle der Joystick, erzählte Zosel. Dafür sei das AAT mit Systemen für autonomes Fliegen ausgestattet. Dazu gehörten auch Systeme, die die AATs, Hubschrauber und andere Fluggeräte wie etwa Lieferdrohnen untereinander koordinierten.

Dubai plant autonomen Personentransport

Gedacht sei das AAT als Transportmittel für Megacities. "Wir wollen Mobilitätsservices in Innenstädten bereitstellen, mit ganzen Flotten von Volocoptern, die die Mobilität in den Innenstädten entlasten", sagte Zosel. Dubai ist dabei ein Vorreiter: Dort soll nach Plänen der Regierung bis zum Jahr 2030 ein Viertel des Personentransports mit autonomen Fahrzeugen am Boden und in der Luft abgewickelt werden.

In den kommenden fünf Jahren sollen die Voraussetzungen geschaffen werden. Regulär sollen die AATs ab 2022 im Einsatz sein. Anfang des Jahres hatte die Regierung des arabischen Emirats Ehang als Partner angekündigt. Das chinesische Unternehmen hat die Taxidrohne 184 AAV (Autonomous Aerial Vehicle, autonomes Luftfahrzeug) entwickelt. Im Juni wurde bekannt gegeben, dass Volocopter bei dem Projekt dabei ist.

Das Unternehmen hat kürzlich in einer Finanzierungsrunde 25 Millionen Euro erhalten. Zu den Investoren gehört der Autohersteller Daimler. Volocopter präsentierte den autonom fliegenden Volocopter kürzlich auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Stand des Stuttgarter Konzerns. "Ein Automobil muss keine Räder haben", sagte Zosel.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute: Monitore zu reduzierten Preisen)
  2. 129,99€
  3. 88,00€ (Bestpreis!)
  4. 125,51€

TrumpBacke 28. Sep 2017

...und damit perfekt für meine tägliche Strecke zur Arbeit, welche durch Stau eine...


Folgen Sie uns
       


Katamaran Energy Observer angesehen

Die Energy Observer ist ein Schiff, das ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben wird und seinen Treibstoff zum Teil selbst produziert. Wir haben es in Hamburg besucht.

Katamaran Energy Observer angesehen Video aufrufen
Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

Sicherheitslücken: Zombieload in Intel-Prozessoren
Sicherheitslücken
Zombieload in Intel-Prozessoren

Forscher haben weitere Seitenkanalangriffe auf Intel-Prozessoren entdeckt, die sie Microarchitectural Data Sampling alias Zombieload nennen. Der Hersteller wusste davon und reagiert mit CPU-Revisionen. Apple rät dazu, Hyperthreading abzuschalten - was 40 Prozent Performance kosten kann.
Ein Bericht von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Open-Source Technology Summit Intel will moderne Firmware und Rust-VMM für Server
  2. Ice Lake plus Xe-GPGPU Intel erläutert 10-nm- und 7-nm-Zukunft
  3. GPU-Architektur Intels Xe beschleunigt Raytracing in Hardware

    •  /