Abo
  • Services:
Anzeige
Das Rhein-Main-E-Ticket ist erheblich schlechter als die OV-Chipkarte der Niederlande.
Das Rhein-Main-E-Ticket ist erheblich schlechter als die OV-Chipkarte der Niederlande. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

ÖPNV: Das Rhein-Main-E-Ticket gehört abgeschafft!

Das Rhein-Main-E-Ticket ist erheblich schlechter als die OV-Chipkarte der Niederlande.
Das Rhein-Main-E-Ticket ist erheblich schlechter als die OV-Chipkarte der Niederlande. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Es könnte alles so einfach sein - isses aber nicht. Unsere Erfahrung zeigt: Das E-Ticket des Rhein-Main-Verkehrsverbundes macht nichts leichter, günstiger oder gar umweltfreundlicher.
Von Andreas Sebayang

Prozesse vereinfachen, Müll vermeiden und den Fahrgästen helfen: Das alles hatte der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) bei der Einführung des E-Tickets offenbar nicht im Sinn. Das zeigt unser Versuch, für die Woche der Lichtmesse Light + Building in Frankfurt eine Wochenkarte zu kaufen.

Anzeige
  • Das kürzlich erworbene E-Ticket des RMV wird im Oktober 2017 Plastikmüll. Die OV-Chipkarte der Niederlande verfällt im Jahr 2020. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Selbst die Sonderform aus Südkorea (unten) ließ sich in Seoul aus einem Automaten beziehen - dank hilfsbereitem U-Bahnhof-Personal sogar schneller als am Frankfurter Flughafen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Wir müssen überlegen: In unserer Sammlung müsste sich eigentlich nur eine Karte finden, die nicht aus einem Automaten kommen kann. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Selbst die Sonderform aus Südkorea (unten) ließ sich in Seoul aus einem Automaten beziehen - dank hilfsbereitem U-Bahnhof-Personal sogar schneller als am Frankfurter Flughafen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)


Früher konnten Wochenkarten problemlos an modernen elektronischen Fahrkartenautomaten gelöst werden. Diese Zeiten sind seit dem 1. Januar 2016 vorbei. Seither können Touristen und Messebesucher sie nur noch über Vertriebspartner kaufen. Warum das so ist? Der RMV hat das E-Ticket ("eTicket RheinMain", Werbebroschüre) in den sogenannten Wirkbetrieb versetzt. Damit gibt es bestimmte Zeitkarten nur noch über dieses E-Ticket, eine kontaktlose Smartcard basierend auf der VDV-KA-Spezifikation, die wiederum auf einem SmartMX-Chip von NXP läuft. Dazu gehört auch die Wochenkarte, die sich schon nach wenigen Fahrten lohnen kann.

Das komplett durchgetestete Produkt E-Ticket ist allerdings derart exklusiv, dass es technisches Vorwissen, Ortskenntnis und Erfahrung mit öffentlichen Verkehrsbetrieben braucht, um es aufzuspüren.

Ein Ticket für Technikversierte und Ortskundige

Unser erster Gang auf der Jagd nach einer Wochenkarte führt uns zu den modernisierten Automaten des RMV am internationalen Flughafen Frankfurt am Main (EDDF/FRA). Jeder Automat ist mit einem großen Aufkleber versehen, der erklärt, dass man für eine Wochenkarte zunächst ein E-Ticket benötigt. Die entsprechenden Vertriebsstellen sind hinter einem QR-Code versteckt. Als technisch versierter Anwender finden wir uns immerhin damit zurecht.

Uns wird eine Linkliste angezeigt, die auch einige Vertriebsstellen nennt. Doch die nächste offizielle E-Ticket-Vertriebsstelle ist mehrere Kilometer vom Flughafen entfernt. Bei gründlichem Lesen entdecken wir zum Glück den Nebensatz, dass alle Reisezentren der Deutschen Bahn das E-Ticket ebenfalls führen. Wo die Reisezentren sind, verrät der RMV allerdings nicht. Es gibt auch keine Pfeile an den Automaten.

Als Vielreisende wissen wir, dass sich irgendwo am Flughafen ein Reisezentrum befinden muss. Uns wird klar: Das schöne elektronische Ticket verlangt vom Nutzer nicht nur, dass er mit diversem elektronischem Spielzeug umgehen kann. Sondern auch gute Ortskenntnis.

Herumirren, warten - und fünf Seiten Dokumentation für das RMV-E-Ticket 

eye home zur Startseite
Analysator 28. Mär 2016

So will ich auch mal "arbeiten" dürfen :)

GrandmasterA 24. Mär 2016

Schon klar. Dennoch gibt es Szenarien, bei denen man ohne Abo trotzdem noch billiger...

nightfire2xs 21. Mär 2016

In wie weit unterscheidet sich der Plastikmüll, den ich am Automaten kriegen würde von...

Moe479 19. Mär 2016

Das ist über den steuerlichen Absatz hintenherum durchs Auge in die Brust staatlich...

hottte 19. Mär 2016

die Preise sind meistens überhoben. Oder wie kann es sein dass ich als Berufstätiger in...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Schwarz IT Infrastrucutre & operations Services GmbH & Co.KG, Neckarsulm
  2. über Schultz & Partner Unternehmens- & Personalberatung, Bremen
  3. Apex Tool Holding Germany GmbH & Co. KG, Besigheim
  4. über Ratbacher GmbH, Berlin


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Dark Souls III für 24,99€, Darkosuls II: Scholar of the First Sin für 8,99€, Bioshock...
  2. 329,00€
  3. 283,88€ + 5,00€ Versand (USK 18)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. Google-Steuer

    EU-Verbraucherausschuss lehnt Leistungsschutzrecht ab

  2. Linux-Kernel

    Torvalds droht mit Nicht-Aufnahme von Treibercode

  3. Airbus A320

    In Flugzeugen wird der Platz selbst für kleine Laptops knapp

  4. Urheberrecht

    Marketplace-Händler wegen Bildern von Amazon bestraft

  5. V8 Turbofan

    Neuer Javascript-Compiler für Chrome kommt im März

  6. Motion Control

    Kamerafahrten für die perfekte Illusion

  7. Forensische Software

    Cellebrite entsperrt iPhone 6 und 6 Plus

  8. Microsoft

    Bessere Synchronisation soll Onedrive effizienter machen

  9. Fixed Wireless

    Verizon startet einen der weltweit größten 5G-Endkundentests

  10. Klage eingereicht

    Google wirft Uber Diebstahl von Lidar-Technik vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Limux: Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
Limux
Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
  1. Limux München prüft Rückkehr zu Windows
  2. Limux-Projekt Windows könnte München mehr als sechs Millionen Euro kosten
  3. Limux Münchner Stadtrat ignoriert selbst beauftragte Studie

Wacoms Intuos Pro Paper im Test: Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
Wacoms Intuos Pro Paper im Test
Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
  1. Wacom Brainwave Ein Graph sagt mehr als tausend Worte
  2. Canvas Dells Stift-Tablet bedient sich bei Microsoft und Wacom
  3. Intuos Pro Wacom verbindet Zeichentablet mit echtem Papier

Bundesnetzagentur: Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
Bundesnetzagentur
Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
  1. My Friend Cayla Eltern müssen Puppen ihrer Kinder zerstören
  2. Matoi Imagno Wenn die Holzklötzchen zu dir sprechen
  3. Smart Gurlz Programmieren lernen mit Puppen

  1. Re: Nur kleinwaagen?

    ArcherV | 15:56

  2. Re: Bei 70cm dürfte der Sitz nur max. 2cm verbrauchen

    ibsi | 15:56

  3. Re: Nintendo melkt seine Fangirls

    JanZmus | 15:54

  4. Re: Panamera ist schon eine perverse Karre

    Suppenpulver | 15:53

  5. Re: Torvalds hat auch schon schwere...

    miauwww | 15:51


  1. 16:02

  2. 15:00

  3. 14:41

  4. 14:06

  5. 12:57

  6. 12:02

  7. 11:54

  8. 11:35


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel