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Ökodesign-Richtlinie der EU: Computer und Netzteile müssen nun sparsamer sein

Heute tritt die Ökodesign-Richtlinie der EU in Kraft: In der Europäischen Union verkaufte Computer und Netzteile müssen bestimmten Anforderungen genügen, die meisten Markengeräte sind jedoch bereits sparsamer und effizienter als gefordert.
/ Marc Sauter
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Das Seasonic S12II ist richtlinienkonform. (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Das Seasonic S12II ist richtlinienkonform. Bild: Marc Sauter/Golem.de

Ab dem 1. Juli 2014 gilt die EU-Verordnung Nr. 617/2013(öffnet im neuen Fenster) : Dahinter verbergen sich mehrere Richtlinien für Komplettsysteme und Netzteile, die regeln, welche Effizienz und Leistungsaufnahme in der Europäischen Union erwünscht sind.

Für Netzteile in Consumer-PCs mit mehr als 75 Watt gilt, dass sie bei 20, 50 und 100 Prozent Auslastung eine Effizienz von 82, 85 und 82 Prozent im 230-Volt-Netz erreichen müssen. Damit liegen die Anforderungen zwischen 80 Plus Bronze und 80 Plus Silver, was die meisten Markengeräte erfüllen.

Komplettsysteme sortiert die EU in vier Klassen ein: Klasse B umfasst Rechner mit zwei Kernen und mindestens 2GByte RAM – diese dürfen pro Jahr nicht mehr als 158 Kilowattstunden aufnehmen. Klasse C (188 kWh) entspricht drei oder mehr Kernen mit mindestens 2 GByte RAM und/oder einer dedizierten Grafikkarte, Klasse D (211 kWh) umfasst Systeme mit vier oder mehr Kernen, 4 GByte und einer Grafikkarte.

Klasse A (133 kWH) sind Geräte, die nicht in die Kategorien B, C oder D fallen. Rechnerisch entsprechen 133 kWH pro Jahr bei 8.760 Stunden und davon 40 Prozent der Zeit im Leerlauf einer Leistungsaufnahme von unter 40 Watt, Klasse B liegt etwas etwas darüber. Die meisten aktuell verkauften Systeme sind sparsamer, die deutlich höhere Leistungsaufnahme unter Last regelt die EU-Verordnung allerdings nicht.

Die Ökodesign-Richtlinie der EU umfasst neben Consumer-Geräten auch Workstations und Server, in Deutschland ist die EU-Verordnung bindend.


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