Abo
  • Services:

Öffnung: Auch Freenet stellt Eilantrag gegen 5G-Auktion

Mit einer weiteren Klage mit aufschiebender Wirkung wird das 5G-Bieterverfahren in der nächsten Woche angegriffen. Freenet will Zugang zum 5G-Netz der anderen durchsetzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Akten beim Verwaltungsgericht Köln
Akten beim Verwaltungsgericht Köln (Bild: Verwaltungsgericht Köln)

Nur wenige Tage vor der geplanten Auktion der Frequenzen für den nächsten Mobilfunkstandard 5G hat auch Freenet einen Eilantrag gegen das Bieterverfahren gestellt. "Der Antrag ist am Montagabend bei uns eingegangen", sagte eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts Köln dem Handelsblatt. Zuvor hatten bereits die drei Netzbetreiber Telefónica, Vodafone und Telekom gegen die Auktion geklagt.

Stellenmarkt
  1. Marienhaus Dienstleistungen GmbH, Saarlouis, Losheim am See
  2. CompuGroup Medical SE, Nürnberg, Erlangen

Es sei noch nicht klar, ob sich der Beginn des Verfahrens durch den Eilantrag verzögern werde, sagte die Gerichtssprecherin. Die Eilanträge haben aufschiebende Wirkung.

Das Bieterverfahren soll am kommenden Dienstag, dem 19. März 2019, beginnen. Die Bundesnetzagentur hat das Verfahren mit Auflagen verbunden. So müssen alle Autobahnen, Bundesstraßen und Zugstrecken versorgt werden. Die Netzbetreiber hatten kritisiert, die Verpflichtungen gingen zu weit.

Die Netze der anderen

Freenet befürchtet, Telekom, Vodafone und Telefónica würden dem Unternehmen keinen Zugang zum 5G-Netz gewähren und hatte deshalb eine verpflichtende Öffnung von der Bundesnetzagentur gefordert. Freenet ist im Mobilfunk einer der Reseller oder virtuellen Netzbetreiber, die keine eigene Netzinfrastruktur haben und im Fachjargon Mobile Virtual Network Operator (MVNO) genannt werden. Freenet-Chef Christoph Vilanek hatte sich gegen eine Teilnahme an der Auktion für die 5G-Frequenzen entschieden. "Der Aufbau eines neuen Mobilfunknetzes würde wohl mindestens zehn Milliarden Euro kosten", sagte er. Das Risiko sei zu hoch. Freenet werde weiter darauf setzen, die Netze der bestehenden Betreiber gegen Gebühren mitzubenutzen.

Die für kommende Woche angesetzte Auktion in Deutschland könnte sich über mehrere Wochen hinziehen. Insgesamt stehen 41 Frequenzpakete zur Versteigerung, für die unterschiedliche Mindestgebote gelten. Insgesamt belaufen sich die Mindestgebote auf 104 Millionen Euro, die Erlöse aus der Auktion dürften allerdings deutlich höher ausfallen. Neben den Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica hat sich auch die United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch zum Verfahren angemeldet.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-82%) 5,50€
  2. 18,49€
  3. (-68%) 15,99€
  4. 4,99€

Folgen Sie uns
       


Huawei zu Spionagevorwürfen im Golem.de Interview

Der deutsche Pressesprecher von Huawei erklärt den Umgang mit Spionagevorwürfen.

Huawei zu Spionagevorwürfen im Golem.de Interview Video aufrufen
Security: Vernetzte Autos sicher machen
Security
Vernetzte Autos sicher machen

Moderne Autos sind rollende Computer mit drahtloser Internetverbindung. Je mehr davon auf der Straße herumfahren, desto interessanter werden sie für Hacker. Was tun Hersteller, um Daten der Insassen und Fahrfunktionen zu schützen?
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Alarmsysteme Sicherheitslücke ermöglicht Übernahme von Autos
  2. Netzwerkanalyse Wireshark 3.0 nutzt Paketsniffer von Nmap
  3. Sicherheit Wie sich "Passwort zurücksetzen" missbrauchen lässt

Uploadfilter: Voss stellt Existenz von Youtube infrage
Uploadfilter
Voss stellt Existenz von Youtube infrage

Gut zwei Wochen vor der endgültigen Abstimmung über Uploadfilter stehen sich Befürworter und Gegner weiter unversöhnlich gegenüber. Verhandlungsführer Voss hat offenbar kein Problem damit, wenn es Plattformen wie Youtube nicht mehr gäbe. Wissenschaftler sehen hingegen Gefahren durch die Reform.

  1. Uploadfilter SPD setzt auf Streichung von Artikel 13
  2. Uploadfilter Koalition findet ihren eigenen Kompromiss nicht so gut
  3. Uploadfilter Konservative EVP will Abstimmung doch nicht vorziehen

Pauschallizenzen: CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern
Pauschallizenzen
CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern

Absurder Vorschlag aus der CDU: Anstatt die Urheberrechtsreform auf EU-Ebene zu verändern oder zu stoppen, soll nun der "Mist" von Axel Voss in Deutschland völlig umgekrempelt werden. Nur "pures Wahlkampfgetöse" vor den Europawahlen, wie die Opposition meint?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Europawahlen Facebook will mit dpa Falschnachrichten bekämpfen
  2. Urheberrecht Europas IT-Firmen und Bibliotheken gegen Uploadfilter
  3. Uploadfilter Fast 5 Millionen Unterschriften gegen Urheberrechtsreform

    •  /