Abo
  • Services:

Öffentliche Aufträge: Bundesregierung will No-Spy-Versprechen von IT-Zulieferern

Aufträge der öffentlichen Hand sollen in Zukunft nur noch an solche Unternehmen vergeben werden, die garantieren, nicht mit ausländischen Behörden wie Geheimdiensten zusammenzuarbeiten. Dies berichtet das Recherchenetzwerk von ARD und Süddeutscher Zeitung.

Artikel veröffentlicht am ,
Die deutsche Firmenzentrale von CSC in Wiesbaden
Die deutsche Firmenzentrale von CSC in Wiesbaden (Bild: NDR/Screenshot: Golem.de)

Wenn ein Unternehmen für Aufträge von deutschen Behörden IT liefern will, muss es zuerst belegen, dass es nicht verpflichtet ist, vertrauliche Daten an ausländische Behörden oder Geheimdienste weiterzugeben. Dies berichten NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung, die sich bereits seit längerem zu einem Recherchenetzwerk zusammengeschlossen haben.

Stellenmarkt
  1. ITEOS - Anstalt des öffentlichen Rechts, Freiburg, Heilbronn, Heidelberg, Karlsruhe
  2. Walbusch Walter Busch GmbH & Co. KG, Solingen

Demnach soll die Bundesregierung die Richtlinien zur Vergabe von sogenannten "sensiblen IT-Aufträgen" bereits im April 2014 entsprechend verschärft haben. Auch die Bundesländer Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt sollen ähnliche Regelungen schon in Kraft gesetzt haben.

Die neuen Vorgaben könnten den Berichten zufolge unter anderem durch die bisher andauernde Zusammenarbeit zwischen deutschen Behörden und dem US-Unternehmen der "Computer Sciences Corporation" CSC verursacht worden sein. CSC gilt als einer der wichtigsten Zulieferer für US-Geheimdienste wie die NSA, und war auch schon bei sensiblen Projekten für die Bundesregierung tätig: Das Unternehmen prüfte den Bundestrojaner auf Verfassungskonformität und war am Projekt De-Mail beteiligt.

Ein Sprecher der Bundesregierung sagte ARD und SZ, Ziel der neuen Bestimmungen sei es, "den Abfluss von schützenswertem Wissen an ausländische Sicherheitsbehörden" zu verhindern. Hintergrund ist offenbar auch, dass selbst in Deutschland tätige Firmen wie CSC durch US-Gesetze wie den sogenannten Patriot Act verpflichtet sein können, eventuelle Erkenntnisse unmittelbar den Geheimdiensten zu übergeben. Die neue Vergabepraxis soll auch Thema im NSA-Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestages werden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 12,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  2. 399,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. (-78%) 8,99€
  4. 1,49€

User_x 17. Mai 2014

weil der staat weniger sowas fordert, als der versicherer... ich kenne in darmstadt...

User_x 17. Mai 2014

also kein unternehmenssitz in den usa? wie wäre es mit huawei?... odee gibts dann...

holminger 17. Mai 2014

und darüber nachdenken, ob so ein Gesetz auch möglich wäre, wenn TTIP schon in Kraft...

caldeum 17. Mai 2014

... wer sich mit Freude auf diese Schwachsinnsidee stürzt. Dennoch tun bestätigte Negativ...

hroessler 17. Mai 2014

Greetz hroessler


Folgen Sie uns
       


Apple WWDC 2018 Keynote in 11 Minuten - Supercut

Im Supercut zur WWDC 2018 zeigen wir in zehn Minuten, was Apple Entwicklern und Nutzern von iOS 12, MacOS Mojave und WatchOS 5 und TvOS präsentiert hat.

Apple WWDC 2018 Keynote in 11 Minuten - Supercut Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  2. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht
  3. Indiegames-Rundschau Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

VR-Rundschau: Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?
VR-Rundschau
Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?

Der mediale Hype um VR ist zwar abgeflaut, spannende Inhalte dafür gibt es aber weiterhin - und das nicht nur im Games-Bereich. Mit dabei: das beliebteste Spiel bei Steam, Jedi-Ritter auf Speed und ägyptische Grabkammern.
Ein Test von Achim Fehrenbach

  1. Oculus Core 2.0 Windows 10 wird Minimalanforderung für Oculus Rift
  2. Virtual Reality BBC überträgt Fußball-WM in der virtuellen VIP-Loge
  3. VR-Brillen Google experimentiert mit Lichtfeldfotografie

Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

    •  /