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Ein ganz neues öffentlich-rechtliches Digitalmedium

iRights.info: Welche Formate soll das neue öffentlich-rechtliche Internetmedium bieten?

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Thomas Frickel: Ich würde nicht von Formaten sprechen. Formatiertes Fernsehen ist genau das, was wir nicht wollen. Es geht auch nicht nur um Dokumentarfilme. Unser Modell ist ganz offen. Wir können uns vorstellen, dass auch Blogs, Podcasts oder Initiativen wie Wikipedia partizipieren. Jeder kann Projekte vorschlagen, die der kulturellen Vielfalt und der Meinungsfreiheit verpflichtet sind und die den offenen und breiten demokratischen Diskurs unserer Gesellschaft unterstützen. Wichtig ist: Wir sprechen von einem vollfinanzierten unabhängigen Programm, nicht von einer Förderung. Nach unserem Modell gäbe es echte Auftragsarbeit, vergleichbar mit den Eigenproduktionen von ARD und ZDF.

iRights.info: Das wäre ein ganz neues öffentlich-rechtliches Digitalmedium...

Thomas Frickel: Unser Modell wäre ein Parallelsystem zum bestehenden öffentlich-rechtlichen Rundfunk, den wir ja nicht abschaffen wollen. Er hätte weiterhin 90 Prozent der Einnahmen zur Verfügung. Das ist auch keine Kampfansage an ARD und ZDF, sondern ein Konzept zur Rettung der Grundidee des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Wir wollen die Menschen erreichen, die dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen schon längst verloren gegangen und ins Internet abgewandert sind.

Wenn man davon ausgeht, dass die Rundfunkgebühren mit der Haushaltsabgabe auf 8 Milliarden Euro im Jahr steigen und wir zehn Prozent davon, also 800 Millionen Euro, für freie Projekte im Internet ausgeben, würde das einen gewaltigen kreativen Schub in Deutschland auslösen. Das ist mehr als die gesamte deutsche Filmförderung. Und das Geld stünde vollständig für Programminhalte zur Verfügung. Im derzeitigen System landen zwei Drittel der Gelder in den Institutionen, in der Verwaltung. Es gibt das Bonmot: Wenn ARD und ZDF nur noch das Testbild senden, würden sie nur ein Drittel ihrer Kosten sparen.

iRights.info: Die Gremien hätten es nicht einfach, über die Projektfinanzierung zu entscheiden. Die einen wollen anspruchsvolle Dokumentarfilme, die anderen pure Unterhaltung. Was soll der Maßstab sein?

Thomas Frickel: Unser Modell setzt einen inhaltlichen Maßstab an, indem wir uns auf das Gutachten des Verfassungsrechtlers Paul Kirchhof berufen, mit dem die Haushaltsabgabe legitimiert wird. Daran müssten sich die Vergaberichtlinien orientieren. Es müssen Inhalte sein, die sich auf dem freien Markt nicht refinanzieren lassen. Sie müssen dem Pluralismus und der Meinungsvielfalt dienen. Das kann man klar definieren. Das Gremium ist sozusagen die Redaktion, der Entscheider, es vergibt die Aufträge. Das ist bei Fernsehproduktionen auch so.

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 Öffentlich-Rechtliche: "Es muss eine Alternative geben!"Symbiotische Verhältnisse in den heutigen Sendern 
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xyjletam 22. Okt 2012

Wofür was Neues aufbauen? Die verprassen das lieber so: http://xyjletam.blogspot.de/2012...

StefanKehrer 07. Jun 2012

Das Angebot der ÖR wächst, die Kosten dafür wachsen aber deutlich geringer. Es ist sogar...

Trockenobst 07. Jun 2012

Den Shit können sie behalten - das können die von BBC und Co besser, die dort *wohnen...

Anonymer Nutzer 06. Jun 2012

Ja, nur MUSS ich bei unseren Staatsmedien diesen Mißstand finanzieren. In der...

Thaodan 06. Jun 2012

Bitte nicht noch mehr Halb-Privatisierte Staatszweige, der Staat sollte seine Macht die...


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