ÖBB Nightjet 470 in der Praxis: Ein bisschen Strom, ein bisschen Internet, ein bisschen Ruhe

Seit die Deutsche Bahn die Nachtzüge wegen angeblich mangelnder Rentabilität aufgegeben hat, ist der Nachtverkehr hierzulande weitgehend in österreichischer Hand. Wir haben ausprobiert, ob sich am Nachtzugangebot etwas geändert hat.

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Nightjet 470 der Östereichischen Bundesbahnen in Potsdam
Nightjet 470 der Östereichischen Bundesbahnen in Potsdam (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nachtzug fahren ist in Deutschland gar nicht mehr so einfach. Wer glaubt, dass die hoheitliche Deutsche Bahn im eigenen Land noch Nachtzüge anbietet, der irrt. Das Unternehmen betrachtet das nicht als Teil seines Beförderungsauftrags und hat in den vergangenen Jahren das Angebot Stück für Stück verschlechtert, fuhr mit veraltetem Wagenmaterial herum und stellte den Dienst dann - wie viele erwartet hatten - Ende 2016 komplett ein. Immerhin: Seitdem haben die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) übernommen. Uns interessiert dabei, wie gut sich das neue Angebot macht. Lohnt sich der Schienenweg im Vergleich zum Flugzeug? Wir haben deswegen die Gelegenheit genutzt, uns in einen Schlafwagen der ÖBB gelegt und ausprobiert, wie gut es sich arbeiten lässt, ob es Internet gibt und ob der Strom ausreicht. Es geht hier allerdings um den Nightjet 470 ab Zürich nach Berlin. Gleichzeitig sind in Deutschland andere Anbieter unterwegs, die auch früher schon Nachtzüge angeboten haben - die jedoch kaum beworben werden. Um das Ganze zu erklären, müssen wir hier ein wenig ausholen und gehen auf weitere interessante Nachtzugofferten sowie eine praktische Netzspinne für Europa und Tücken bei der Buchung erst am Ende ein.


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