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Fazit: Nachtzugfahren lohnt sich durchaus

Im Nachtzug von Zürich nach Berlin zu reisen, ist auch im Jahr 2018 immer noch eine Alternative zum Pyjama-Flieger. Wer keinen allzu empfindlichen Schlaf hat, der kann die Vorteile dieses Reiseweges sehr gut ausnutzen. Mit der Übernahme der Nachtzüge der ÖBB zeigt sich leider, dass die veralteten Waggons der Deutschen Bahn nicht einfach zeitnah ersetzt werden können. Das Rollmaterial ist altbacken, es gibt kein WLAN und die Stromausstattung ist nicht auf der Höhe der Zeit. Das gilt selbst für die Einzelkabinen und das alles in Zeiten, in denen selbst U-Bahn-ähnliche Systeme in Europa Steckdosen für die Smartphone-Nutzer haben. Zu finden ist das in Barcelona in S-, L- und R-Bahnen der FGC.

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Auch über ein Jahr nach dem Start des ÖBB Nightjet ist die Situation offenbar nicht ideal. Das machen die Österreicher allerdings zum Teil mit besserem Service wett. Da wundert es nicht, dass wegen hoher Nachfrage die Streckenangebote ausgebaut werden sollen. Zu wünschen wäre es. Kostentechnisch hat sich diesbezüglich auch nicht viel geändert. Der Aufpreis zur normalen Fahrkarte für die Einzelkabine liegt weiter bei 100 Euro. Im Vergleich zu renommierten Fluggesellschaften (Full Service Carrier) ist das durchaus in Ordnung, zumal man eigentlich in einem kleinen Hotelzimmer auf der Schiene unterwegs ist und sich ganz gut vor dem Schlafengehen arbeiten lässt. Außerdem ist das Gepäck kostenlos, man darf seine Powerbank auch im Koffer transportieren und Flüssigkeiten werden einem auch nicht an der Sicherheitskontrolle abgenommen. Das Frühstück und allerhand Kleinkram gehören ebenfalls dazu und die teure Taxifahrt können zumindest wir uns durch den Nachtzug auch sparen.

Trotzdem hoffen wir, dass die ÖBB jetzt möglichst schnell den alten Schrott der Deutschen Bahn von der Schiene nehmen und durch moderne Wagen ersetzen, die gleich WLAN an Bord haben. Auch das ist beim Zugfahren eigentlich mittlerweile Standard und als Konkurrenz zum immer enger werdenden Flugverkehr wichtig. Eines können die ÖBB aber leider nicht regeln: den mangelhaften Netzausbau neben den Gleisanlagen in Deutschland. Während unserer Erfahrung nach der Mobilfunkempfang samt Daten in der Schweiz und Österreich vorbildlich ist, ist Deutschland eine große Ansammlung langgezogener Funklöcher. Das sehen zwar die Telekom und Vodafone beispielsweise anders und sprechen von 90 und mehr Prozent Abdeckung. Doch solche Zahlen basieren normalerweise auf der Abdeckung bewohnter Gebiete. Und neben Eisenbahngleisen wohnt kaum jemand, so dass die 90 Prozent dann gefühlt eher 10 Prozent entsprechen. Das verhindert natürlich gegebenenfalls auch ein Internetangebot per WLAN. Immerhin: Bald will die Deutsche Bahn selbst aktiv werden.

Letztendlich ist der Nachtzug für die geschäftliche Reise weiter eine Alternative für diejenigen, die früh ankommen und abends gern noch Dinge erledigen wollen. Dass die Deutsche Bahn und damit indirekt auch die ÖBB aber die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte verschlafen haben, macht sich gerade im Nachtzug bemerkbar. Ohne Vorplanung kann es unangenehme Überraschungen geben. Wenn der Akku plötzlich leer ist, dann wünscht man sich nämlich doch, das Flugzeug genommen zu haben.

 Wie finde ich eigentlich meinen Nachtzug?
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kreien 16. Apr 2018

kleiner Nachtrag: Ein Wissender hat mir erklärt, warum das so ist und, dass die...

kreien 15. Apr 2018

Die Verlinkung der IEC 61558-2-5:2010 auf den Schweizer Webstore der IEC ist unglücklich...

as (Golem.de) 11. Apr 2018

Hallo, Also bei mir war es Arbeit, kein Ausflug. Man muss dabei bedenken: Nachtzugfahrten...

as (Golem.de) 09. Apr 2018

Hallo, Ja, ich weiß, in der Schweiz habe ich schon seltsame Konstellationen gesehen...

SanderK 06. Apr 2018

Da ist was Dran, der Van zumindest ist hinten voll gepackt und das bei Leichten Gepäck.


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