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Wie finde ich eigentlich meinen Nachtzug?

Nachtzug fahren gehört in Deutschland alles andere als zu den weitbekannten Angeboten im Schienenverkehr. Werbung für einen Nachtzug sieht man äußerst selten. Die Strecken beispielsweise in einem Bahnhof zu finden, ist auch nicht einfach. Hierzulande ist selbst die ICE-Linienkarte eine Seltenheit. Eine einfache Nachtnetzkarte ist uns jedenfalls noch nicht untergekommen. Dazu kommt, dass sich diverse Anbieter am Markt tummeln, die alleine auch kaum die Marktmacht haben, um ihre Züge anzupreisen. Man muss sich leider im Bahnverkehr auskennen, um alle Angebote zu kennen. Das unterscheidet dieses Verkehrsmittel etwa vom Flugverkehr, bei dem selbst Google eine äußerst nützliche, wenn auch nicht vollständige Suchmaschine anbietet. Die hat seit einiger Zeit sogar vereinzelte Zugverbindungen. Von Intermodalität kann aber keine Rede sein.

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Wer sich einen Überblick verschaffen will, findet auf den Webseiten der Österreichischen Bundesbahn am ehesten Informationen. Die ÖBB stellen das Gros des Nachtzugangebots in Deutschland bereit und haben viele Deutsche-Bahn-Strecken übernommen. Noch besser, weil auch die anderen Anbieter eingeschlossen werden, ist die Nachtzugkarte von Jug Cerović auf night-trains.com. Sie beinhaltet auch den schwimmenden Nachtzug von Berlin nach Malmö in Schweden.

Ebenfalls interessant sind die Nachtzüge der russischen Staatsbahn. Das ist so etwas wie ein Hauptstadt-Express. Von Berlin kann es nach Moskau oder Paris gehen, allerdings nicht täglich. Der Zug fährt in jede Richtung nur einmal pro Woche und braucht mehrere Tage. Wer noch ein bisschen weiter schaut, der stellt zudem fest, dass München und Wien so etwas wie Europas zentrale Nachtknoten sind. Gerade die Münchner kommen an erstaunlich viele Ziele ohne große Probleme. Das mag an den Alpen liegen, die grundsätzlich dem schnellen Zugverkehr im wahrsten Sinne des Wortes im Weg stehen.

Im Unterschied zu früheren Tagen (sic!) ist das Nachtzug-Angebot in Deutschland aber deutlich ausgedünnt worden. Von Berlin geht es unter anderem noch nach Wien und nach Budapest samt Zustieg in Dresden. Die Hamburger können über Berlin beispielsweise Zürich, München und Innsbruck erreichen. Ab Düsseldorf/Köln ist Wien über Frankfurt am Main direkt erreichbar. Spannend sind München mit Budapest, Zagreb, Venedig und sogar Rom als Ziel. Und ab Wien lässt sich in alle Himmelsrichtungen ein Nachtziel finden.

Problematisch wird es allerdings beim Ticketkauf, vor allem bei der Verbindung von Deutsche-Bahn-Tickets und Nightjet-Tickets. Nach derzeitigem Stand wird es keine Nachfolgeregelung geben. Das heißt: Wer mit der Deutschen Bahn zu einem Nachtknoten anreist und dann den Nachtzug nehmen will, hat Pech gehabt, sollte sich der Zug der Deutschen Bahn verspäten und deswegen der Anschluss nicht klappen. Ab dem 10. Juni 2018 ist mit der Übergangsregelung Schluss. Bahncard-Inhaber bekommen dann auch nur noch im Rahmen von Railplus Rabatt. Das gilt aber nicht für alle Tickets, wie die ÖBB klarstellen: "Railplus wird als Ermäßigung für Komfort-Tickets (IRT) im ÖBB Nightjet nicht anerkannt.". Es kann sich deswegen durchaus lohnen, auch die ÖBB Vorteilscard oder das SBB/CFF/FFS-Halbtax-Abo der Schweizer in Betracht zu ziehen. Wir empfehlen allerdings, sich diesbezüglich explizit erst im Juni 2018 zu informieren. Bis dahin kann sich durchaus noch etwas ändern.

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 Strom-Reset und baldige Verbesserungen bei NachtzügenFazit: Nachtzugfahren lohnt sich durchaus 
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kreien 16. Apr 2018

kleiner Nachtrag: Ein Wissender hat mir erklärt, warum das so ist und, dass die...

kreien 15. Apr 2018

Die Verlinkung der IEC 61558-2-5:2010 auf den Schweizer Webstore der IEC ist unglücklich...

as (Golem.de) 11. Apr 2018

Hallo, Also bei mir war es Arbeit, kein Ausflug. Man muss dabei bedenken: Nachtzugfahrten...

as (Golem.de) 09. Apr 2018

Hallo, Ja, ich weiß, in der Schweiz habe ich schon seltsame Konstellationen gesehen...

SanderK 06. Apr 2018

Da ist was Dran, der Van zumindest ist hinten voll gepackt und das bei Leichten Gepäck.


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