Abo
  • Services:

ÖBB: Bundesbahnen drosseln in der 2. Klasse stärker

Die österreichischen Bundesbahnen werden wegen einer stärkeren Drosselung in der 2. Klasse kritisiert. Doch bei der Deutschen Bahn ist diese Unterscheidung beim WLAN noch viel schärfer.

Artikel veröffentlicht am ,
Cybox im Railjet der ÖBB
Cybox im Railjet der ÖBB (Bild: Eltec Elektronik)

Die österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben eine Drosselung des WLANs gestaffelt nach der 1. und 2. Klasse. Das kritisiert das Onlinemagazin Futurezone als Zwei-Klassen-Internet. Fahrgäste in der 1. Klasse bekommen 100 MByte mit bis zu 5 MBit/s, in der 2. Klasse gibt es laut Bericht nur 3 MBit/s. Danach drosselt die ÖBB die Datenübertragungsrate in der 1. Klasse auf 1 MBit/s, in der 2. Klasse jedoch auf 0,5 MBit/s. Nach 60 Minuten wird die Drosselung aufgehoben. Kostenpflichtige Internetzugänge sind derzeit nicht geplant.

Stellenmarkt
  1. IAV GmbH, Gifhorn
  2. Bosch Gruppe, Abstatt

ÖBB-Sprecher Michael Braun sagte Golem.de: "Wir haben weiterhin eine Fair-Use-Policy. Die Datenmenge ist unbeschränkt und in allen Klassen gleich. Der 2.-Klasse-Fahrgast erhält genau das Gleiche wie der 1.-Klasse-Fahrer. Ich denke, das kann sich sehen lassen. Wir testen das System derzeit mit unterschiedlichen Einstellungen im Fahrgastbetrieb." Die genannten Einstellungen würden wahrscheinlich bald andere sein. Das "aktuelle Setting 3/5" sei nur vorübergehend.

"Wir lernen noch im Betrieb und probieren Einstellungen aus"

Das Angebot sei sehr neu und die Etablierung sei aufwendig gewesen. Die ÖBB hätte die Spiele der Fußball Europameisterschaft 2016 "unterbrechungsfrei in die Züge via WLAN übertragen. Die Spiele waren alle kostenlos abrufbar. Aber trotzdem lernen wir noch im Betrieb und probieren derzeit verschiedene Einstellungen im Echtbetrieb aus."

Technisch ist eine gerechte Versorgung der Fahrgäste möglich: Eltec Elektronik aus Mainz stattet die ÖBB Railjets aus. "Während der Fahrt verbindet sich der Zug über eine Vielzahl von LTE/UMTS-Interfaces mit den verfügbaren Mobilfunknetzwerken in seiner Umgebung. Ein Onboard-Serversystem bündelt diese Datenverbindungen, puffert TV-Streaming-Daten und stellt lokale Services zur Verfügung. Über das zuginterne WLAN-System können bis zu 400 Fahrgäste des Railjets zu jeder Zeit auf diese Dienste zugreifen."

Zum Einsatz kommt der Cybox AP, ein Dual-802.11ac-Wireless-Access-Point. Zwei Gigabit-Ethernet-Ports ermöglichen eine redundante Verbindung mit einem lokalen Server oder ein Daisy Chaining mit weiteren Access-Points.

Deutliche Unterscheidung bei der Deutschen Bahn

Bei der Deutschen Bahn ist die Unterscheidung viel stärker: In der 1. Klasse steht das WLAN kostenlos zur Verfügung. Die Bahn erklärte dazu: "Sie können auf Ihrer Reise ohne Zeitbegrenzung surfen. Nur im WLAN-Bereich der 1. Klasse können Sie kostenlos surfen. Sobald Sie diesen Bereich verlassen, befinden Sie sich im WLAN-Bereich der 2. Klasse. Hier können Sie das kostenlose Angebot nicht nutzen."

Bahnchef Rüdiger Grube hat sich mit dem Bundesverkehrsministerium zwar für die Zukunft auf die kostenlose Versorgung mit Wi-Fi auch in der 2. Klasse geeinigt, allerdings eingeschränkt: "Von einem bestimmten Datenvolumen an werden wir dem Kunden sagen müssen: Entweder, du gehst auf eine langsamere Geschwindigkeit, oder ab dem Punkt x muss man das dann auch berechnen."



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 119,90€
  3. 59,79€ inkl. Rabatt

Albert180 18. Jul 2016

Dafür kommt der Bus gar nicht wenn dem Betreiber die Auslastung nicht passt und man hat...

hle.ogr 17. Jul 2016

Höherer Ticketpreis --> Mehr Leistung Natürlich würde es schön sein, wenn man...

deadeye 17. Jul 2016

Dieses Jahr im Oktober.

DASPRiD 17. Jul 2016

Nein, um Infrarotstrahlung zu reflektieren. Ist aber nicht in allen ICE-Modellen der...

AppRio 16. Jul 2016

Die machen irgendwas falsch mit der Drosselung. Nachdem ich gestern im Railjet nach 500MB...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Yoga Book C930 mit E-Ink-Display ausprobiert (Ifa 2018)

Ein Convertible mit E-Ink-Display - das Yoga Book C930 ist ein Hingucker, aber wie bedient es sich? Wir haben es ausprobiert.

Lenovo Yoga Book C930 mit E-Ink-Display ausprobiert (Ifa 2018) Video aufrufen
Sky Ticket mit TV Stick im Test: Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser
Sky Ticket mit TV Stick im Test
Sky kann's gut, Netflix und Amazon können es besser

Gute Inhalte, aber grauenhafte Bedienung: So war Sky Ticket bisher. Die neue Version macht vieles besser, und mit dem Sky Ticket Stick lässt sich der Pay-TV-Sender kostengünstig auf den Fernseher bringen. Besser geht es aber immer noch.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Comcast Bezahlsender Sky für 38,8 Milliarden US-Dollar verkauft
  2. Videostreaming Wiederholte Sky-Ausfälle verärgern Kunden
  3. Sky Ticket TV Stick Sky verteilt Streamingstick de facto kostenlos

Red Dead Redemption 2 angespielt: Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen
Red Dead Redemption 2 angespielt
Mit dem Trigger im Wilden Westen eintauchen

Überfälle und Schießereien, Pferde und Revolver - vor allem aber sehr viel Interaktion: Das Anspielen von Red Dead Redemption 2 hat uns erstaunlich tief in die Westernwelt versetzt. Aber auch bei Grafik und Sound konnte das nächste Programm von Rockstar Games schon Punkte sammeln.
Von Peter Steinlechner

  1. Red Dead Redemption 2 Von Bärten, Pferden und viel zu warmer Kleidung
  2. Rockstar Games Red Dead Online startet im November als Beta
  3. Rockstar Games Neuer Trailer zeigt Gameplay von Red Dead Redemption 2

Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

    •  /