ODS-D380U: Sony archiviert Daten weiter optisch statt mit Bandlaufwerk
Im Gegensatz zu IBM und anderen Herstellern mit ihren Bandlaufwerken setzt Sony weiterhin auf optische Datenträger im Stile einer CD, wenn es um Langzeitarchivierung von Dateien geht. Das bestätigt die bereits dritte Generation des Sony Optical Disc Archive ODS-D380U(öffnet im neuen Fenster). Die neuen Speichermedien sollen maximal 5,5 TByte an Daten auf einer Kassette speichern können – ein Anstieg von mehr als 60 Prozent im Vergleich zur Vorgängergeneration. Allerdings sind Magnetbänder auch durch Datenkompression mit etwa 30 TByte beschreibbar.
Jede PDC5500R-Kassette beinhaltet elf 500-GByte-Discs. Das System ist in diesem Format also nur mit einem passenden Laufwerk kompatibel und sollte nicht mit herkömmlichen Blu-ray-, DVD- oder CD-Laufwerken verwechselt werden. Das ODS-D380U wird per USB Typ C (3.2 Gen2) an einen Hostcomputer angeschlossen. Es gibt aber auch die Version ODS-D380F, die per Lichtwellenleiter – in diesem Fall Fibre Channel -angebunden werden kann. Diese könnte sich in größeren Backup-Arrays oder Netzwerkarchivierungssystemen etablieren.
Hohe Haltbarkeit
Sony gibt an, dass Optical Disc Archive Gen3 eine Haltbarkeit von 100 Jahren aufweisen soll. Die typische Lagerungsdauer für Tape-Storage liegt bei etwa 30 Jahren. Ein Nachteil: Auf die ODC5500R können Nutzer nur ein Mal schreiben. Dafür sollen die Laufwerke Kassetten aller Generationen lesen und Kassetten der zweiten und dritten Generation beschreiben können.
Der Schreib- und Leseprozess erfolgt, wie bei CD-Technik, mit einem Laser statt über einen magnetischen Lese- und Schreibkopf. Die Leseraten sollen bei 1,5 GBit/s mit aktiviertem Prüfsummenverfahren liegen. Das Schreiben erfolgt mit 3 GBit/s wesentlich schneller.
Preise nannte Sony bisher nicht. Vorgängerlaufwerke wie das ODS-D280U kosten etwa 6.500 Euro. Die passenden älteren Kassetten wie die ODC3300R(öffnet im neuen Fenster) kosten in etwa 120 Euro pro Stück. Der Preis ähnelt LTO-8-Magnetbändern.