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Odroid XU4: Acht Kerne, USB 3.0 und ein Lüfter

Der neue Bastelrechner von Odroid kombiniert Leistung und geringe Größe mit einem vernünftigen Preis. Allerdings wäre ein besseres Kühlkonzept wünschenswert.
/ Alexander Merz
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Hardkernel Odroid XU4 (Bild: Hardkernel)
Hardkernel Odroid XU4 Bild: Hardkernel

Auf dem Odroid XU 4(öffnet im neuen Fenster) von Hardkernel befindet sich ein Samsung Exynos 5422 mit acht Kernen. Vier davon basieren auf der ARM Cortex-A15-Architektur, getaktet mit 2 GHz, vier weitere auf der Cortex-A7-Architektur, jeweils getaktet mit 1,4 GHz. Als GPU kommt ein Mali-T628 zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher ist 2 GByte groß.

Die Video- und Audioausgabe erfolgt per HDMI. Als Massenspeicher kann ein eMMC-Modul angesteckt oder eine Micro-SD-Karte eingesteckt werden. Von beiden kann gebootet werden, die Auswahl erfolgt per Schiebeschalter. Die Netzwerkverbindung kann per Gigabit-Ethernet hergestellt werden.

Peripherie kann über zwei USB-3.0-Ports oder einen USB-2.0-Port eingesteckt werden. Eine GPIO-Leiste mit 30 und eine mit 12 Pins bieten Bastlern Anschlüsse und Bussysteme für selbstgebaute Elektronikprojekte. Die Stromversorgung erfolgt über eine Hohlstecker-Buchse, das Netzteil sollte 20 Watt (4 Ampere bei 5 Volt) liefern können, konkretere Angaben zum Strombedarf gibt es derzeit nicht.

Odroid XU4 Vorstellung
Odroid XU4 Vorstellung (05:52)

Ein Grund für den vergleichsweise hohen Strombedarf dürfte der laut Hersteller notwendige Lüfter sein. Allerdings wird der gleiche Mikrocontroller auch mit passiver Kühlung in Tablets und Smartphones verbaut, wie in Samsungs Galaxy S5. Aufgrund der Position des Mikrocontrollers und dessen Nähe zu höheren Bauteilen dürfte es aber einiges an Bastlergeschick erfordern, eine ausreichend große Kühlfläche statt des Lüfters zu verbauen.

Der Odroid XU4 ist nicht der erste Bastelrechner, der einen Lüfter benötigt. Auch der Vorläufer, der XU3(öffnet im neuen Fenster) und dessen Spar-Variante XU3 Lite(öffnet im neuen Fenster) kamen nicht ohne aus. Während es den XU3 weiterhin geben wird, wird die Lite-Variante zugunsten des höher getakteten XU4 eingestellt. Beim Mikrocontroller unterscheiden sich der XU4 und der doppelt so teure XU3 nicht, allerdings bietet der ältere XU 3 mehr Anschlussmöglichkeiten.

Preis und Verfügbarkeit

Den Odroid XU 4 gibt es direkt bei Hardkernel für 74 US-Dollar oder in Deutschland bei Pollin(öffnet im neuen Fenster) ab dem 30. Juli 2015 für 79,95 Euro. Im Preis enthalten sind der Lüfter und das Netzteil.


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