Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Odroid W: Raspberry Pi-Klon für Fortgeschrittene

Odroid wird ab Ende August einen preiswerten hard- und softwarekompatiblen Raspberry Pi-Klon ausliefern, der sich eher an fortgeschrittene Bastler wendet.
/ Alexander Merz
30 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Der Odroid W (Bild: Pollin Electronic)
Der Odroid W Bild: Pollin Electronic

Der Odroid W(öffnet im neuen Fenster) verfügt wie der Raspberry Pi über den mit 700 Mhz getakteten SoC Broadcom BCM2835 und 512 MB Ram, einen RPi-kompatiblen Kameraanschluss, einen SD-Kartenslot und Micro-HDMI-Anschluss. Das Layout der GPIO-Anschlüsse entspricht ebenfalls dem Original. Laut dem Hersteller sollen die Linux-Distributionen Raspbian und Noobs auf dem Odroid W ohne Änderungen lauffähig sein.

Gleich und doch ganz anders

Obwohl der Odroid W vollständig kompatibel zum Original sein soll, sind die Unterschiede auffällig: Die Platine ist deutlich kleiner (60mm x 36mm) und durch den Verzicht auf vormontierte Anschlüsse wie für den USB-Host-Anschluss und die GPIO-Leiste deutlich niedriger. Die Funktionen sind zwar vorhanden, der Nutzer muss allerdings zum Lötkolben greifen, um die Anschlüsse zu nutzen.

Dass sich der Odroid W trotz der fehlenden vormontierten Anschlüsse preislich nicht deutlicher vom Original absetzt, liegt an den zusätzlichen Funktionen: LiPo-Batterien können direkt angeschlossen werden, um den Rechner mit Strom zu versorgen, aber auch um diese wieder aufzuladen. Ein Spannungskonverter gewährleistet mehr Spielraum bei sinkender Batteriespannung. Um die integrierte RTC zu versorgen, ist der Anschluss einer Knopfzelle notwendig.

Dazu kommen zusätzliche GPIO-Anschlüsse und zwei Eingänge, die analoge Signale mit 12 Bit Genauigkeit in digitale Werte umwandeln. Statt der SD-Karte kann ein Massenspeicher auch über einen eMMC-Anschluss angesprochen werden. Dieser soll allerdings keinen besonderen Vorteil bringen, der Hersteller spricht lediglich von einem zehnprozentigen Geschwindigkeitszuwachs.

Für all diese Funktionen werden die notwendigen Treiber(öffnet im neuen Fenster) bereitgestellt, insbesondere soll darüber die angeschlossene Batterie überwacht werden können.

Keine klassische Konkurrenz

Der Odroid W konkurriert weniger mit den klassischen Raspberry Pi A/B/B+-Modellen, sondern eher mit dem Compute Module . Wie auch für dieses existiert eine zusätzliche Erweiterungsplatine(öffnet im neuen Fenster) , genannt Docking Board. Sie liefert die fehlenden, vormontierten Anschlüsse nach – inklusive per USB-angebundenem Ethernet und je nach Modell mit einem 2,2-Zoll-LCD (320x240 Pixel). Für den Einsatz müssen aber auf dem Odroid W die notwendigen Buchsenleisten durch den Anwender aufgelötet werden.

Verfügbarkeit und Preis

Die Auslieferung soll ab dem 26. August 2014 erfolgen. Der Preis ohne Versandkosten liegt bei 30 US-Dollar, das Docking Board soll 20 US-Dollar kosten. In Deutschland soll der Odroid W dann auch bei Pollin Electronics für 35 Euro(öffnet im neuen Fenster) erhältlich sein.


Relevante Themen