Odroid C2 und Lemaker Guitar im Test: Konkurrenz für den Raspberry Pi 3

Die Bastelrechner Lemaker Guitar und Odroid C2 wurden in Konkurrenz zum Raspberry Pi 2 entwickelt. Im Test erweisen sie sich sogar als ernstzunehmende Konkurrenten für dessen Nachfolger.

Artikel von veröffentlicht am
Lemaker Guitar und Odroid C2 vs. Raspberry Pi 3
Lemaker Guitar und Odroid C2 vs. Raspberry Pi 3 (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Die Bastelrechner der Serie Odroid sind vor allem für Leistung und den ernsthaften Support bekannt, um den sich der Hersteller Hardkernel bemüht. Mit dem Odroid C2 schlägt Hardkernel eine neue Richtung ein: Er soll kein neuer Superrechner sein, sondern in die Preisklasse des Raspberry Pi fallen. Das gilt auch für den Lemaker Guitar: Statt auf mehr Gigahertz pro Euro setzt der Hersteller Lemaker darauf, die verbaute Hardware tatsächlich auch sinnvoll nutzbar zu machen - was er beim Banana Pi seinerzeit nicht geschafft hat. Im Test zeigt sich, dass beide Rechner ernstzunehmende Konkurrenten für das Raspberry Pi 3 sind. Und spätestens damit dürfte ein 64-Bit-Linux für den Raspberry Pi nötig werden.

Lemakers Neuanfang

Inhalt:
  1. Odroid C2 und Lemaker Guitar im Test: Konkurrenz für den Raspberry Pi 3
  2. Start mit Hindernis beim Lemaker Guitar
  3. Odroid C2: das kleine Schwarze
  4. Der Cortex-A53 gewinnt wieder
  5. Verfügbarkeit und Fazit

Lemaker war lange Zeit als Hersteller verschiedener Banana-Pi-Varianten bekannt. Nach einem recht undurchsichtigen Rechtsstreit 2015 mit dem Hersteller Sinovoip hat sich Lemaker von der Banana-Pi-Marke gelöst und begonnen, eigene Designs zu entwickeln. Der Lemaker Guitar war das erste Ergebnis dieser Entwicklung, er erschien Ende vergangenen Jahres. Mit dem Bastelrechner will es Lemaker vor allem softwareseitig besser machen als beim Banana Pi.

  • Lemaker Guitar - Modul (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lemaker Guitar - Modul (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lemaker Guitar - Baseboard (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lemaker Guitar - Baseboard (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lemaker Guitar mit aufgestecktem Modul (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Odroid C2 (Foto: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Odroid C2 (Foto: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der Micro-SD-Kartenport ist tatsächlich mehr eine Buchse als ein Slot. (Foto: Tobias Költzsch/Golem.de)
Lemaker Guitar - Modul (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Der Lemaker Guitar ist ein Rechenmodul, das den Prozessor - Actions S500, mit vier ARM-Cortex-A9-Kernen, 1,3 GHz -, den RAM von 1 oder 2 GByte je nach Variante und einen 8 GByte großen eMMC-Flash-Speicher beinhaltet. Für die Peripherie und weitere Anschlüsse muss das Modul auf ein Baseboard gesteckt werden.

Auf dem Baseboard befinden sich zwei USB-2.0-Ports und ein Mikro-B-USB-3.0-Port, beide Anschlussarten können aber nicht gleichzeitig genutzt werden. Videosignale werden per HDMI ausgegeben, Audio gleichfalls per HDMI oder Klinkenstecker. Anschluss ans Netz findet der Rechner per 10/100-Ethernet oder WLAN(802.11 b/g/n). Weitere drahtlose Techniken sind Bluetooth und Infrarot. Für den Massenspeicher kann ein Micro-SD-Slot genutzt werden. Für Bastler gibt es eine GPIO-Leiste mit 40 Pins, die mit dem Raspberry Pi kompatibel ist, und zwei ADC-Eingänge. Die Stromversorgung erfolgt über einen Hohlstecker, das Netzteil muss zwischen 7 und 12 Volt bereitstellen.

Stellenmarkt
  1. Software Consultant/IT-Projektmanager (m/w/d) Versandlogistik
    ecovium GmbH, Neustadt am Rübenberge
  2. IT Systemadministrator (m/w/d)
    ACCON-RVS Accounting & Consulting GmbH, Berlin
Detailsuche

Das Baseboard ist fast doppelt so groß wie ein Raspberry Pi, was sich durchaus positiv in der Handhabung auswirkt, bei Bastelprojekten allerdings stören kann.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Start mit Hindernis beim Lemaker Guitar 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6.  


ElTentakel 12. Apr 2016

Nein, eines der Verkabelung. Ich habe 3 verschiedene probiert, und davon geht eines - und...

zZz 31. Mär 2016

LOL #1

gadthrawn 30. Mär 2016

Macht der Grafikbeschleuniger (allerdings nur mit h.265)

chithanh 30. Mär 2016

Für Apple hat 64 bit wichtige Vorteile. Die Sicherheit habe ich bereits genannt. Auch...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Superbooth
Technikparadies für Musiknerds

Von klassischen E-Pianos bis zu Musikstudios in DIN-A5: Bei der Synthesizer-Messe Superbooth haben Hersteller zum Ausprobieren eingeladen.
Ein Bericht von Daniel Ziegener

Superbooth: Technikparadies für Musiknerds
Artikel
  1. Forschung: Blaualge versorgt Computer sechs Monate mit Strom
    Forschung
    Blaualge versorgt Computer sechs Monate mit Strom

    Ein Forschungsteam hat einen Mikroprozessor sechs Monate ununterbrochen mit Strom versorgt. Die Algen lieferten sogar bei Dunkelheit.

  2. Altris: Kathodenmaterial für Natrium-Ionen-Akkus kommt aus Schweden
    Altris
    Kathodenmaterial für Natrium-Ionen-Akkus kommt aus Schweden

    Eine europäische Firma will vom Lithium wegkommen. Bis 2023 soll eine Pilotfabrik für Akku-Kathoden mit einer Kapazität von bis zu 1 GWh pro Jahr entstehen.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  3. Renault: Moskwitsch könnte elektrisch wiederkommen
    Renault
    Moskwitsch könnte elektrisch wiederkommen

    Renault verkauft seine Anteile am Russlandgeschäft an die Stadt Moskau. Die hat schon genaue Pläne, welche Fahrzeuge vom Band rollen sollen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 46% Rabatt auf Mäuse & Tastaturen • Grafikkarten günstig wie nie (u. a. RTX 3080Ti 12GB 1.285€) • Samsung SSD 1TB (PS5-komp.) + Heatsink günstig wie nie: 143,99€ • Microsoft Surface günstig wie nie • Jubiläumsangebote bei MediaMarkt • Bosch Prof. bis zu 53% günstiger[Werbung]
    •  /