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Ode im Test: Gummibärchenparty auf Klangteppich

Das inzwischen für Experimente zuständige Ubisoft-Entwicklerstudio Reflections (Grow Home) hat ein neues, kleines PC-Spiel veröffentlicht. In Ode springen wir als kleine Figur namens Joy über schöne Götterfunken.

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Hauptfigur Joy springt in einem Ball durch Ode.
Hauptfigur Joy springt in einem Ball durch Ode. (Bild: Ubisoft)

Eine Rahmenhandlung gibt es nicht, ebenso wenig konkrete Aufgaben oder Missionsziele. Zum Auftakt des Actionspiels Ode erklärt uns eine Texttafel beim Laden des ersten Levels nur: "Das Leben ist wie Musik und Musik ist pure Freude" - dann geht es auch schon los. Wir steuern eine Figur namens Joy in einem transparenten Ball durch enge Gänge und mittelgroße Höhlen.

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Wenn wir lila Dinger am Boden mit Joy berühren, hören wir ein Pling. Wenn wir dunkelgelbe Dinger am Boden oder an der Wand berühren, ploppt eine kleine Kugel hervor und folgt uns. Und wenn wir alle kleinen grünen Dinger um ein großes grünes Ding markieren, wird das Grün zu Gelb - und der Raum um uns herum mit schönen sphärischen Grafiken angefüllt, während gleichzeitig der latent im Hintergrund zu hörende Klangteppich in den Vordergrund tritt.

Um in Ode alle vier verfügbaren Umgebungen erkunden zu können, müssen wir uns vor allem die großen grünen Dinger (die meist in größeren Höhlen stehen) umfärben. Dann öffnen sich neue Wege, oder es geschieht sonst etwas, das uns weiterbringt - und das wir entweder sehen oder hören können.

  • An diese Deckenstruktur kann sich Joy hängen, um mit Schwung einen Vorsprung zu erreichen. (Bild: Ubisoft / Screenshot: Golem.de)
  • Die Umgebungen sind sehr bizarr, aber teils auch sehr schön. (Bild: Ubisoft / Screenshot: Golem.de)
  • Dieses grüne Ding muss gelb werden - was keine politische Anspielung sein soll... (Bild: Ubisoft / Screenshot: Golem.de)
  • Kontakt mit der Umgebung lässt Klänge entstehen. (Bild: Ubisoft / Screenshot: Golem.de)
  • Ab und zu hören wir ein Crescendo an Musik. (Bild: Ubisoft / Screenshot: Golem.de)
  • Diese Texttafel ist im Grunde die Rahmenhandlung. (Bild: Ubisoft / Screenshot: Golem.de)
  • Die Steuerung könnte kaum einfacher sein. (Bild: Ubisoft / Screenshot: Golem.de)
  • Das Grafikmenü von Ode (Bild: Ubisoft / Screenshot: Golem.de)
An diese Deckenstruktur kann sich Joy hängen, um mit Schwung einen Vorsprung zu erreichen. (Bild: Ubisoft / Screenshot: Golem.de)

Die meiste Zeit gibt es einen sphärischen Soundtrack aus vielen unterschiedlichen Elementen. Ein Teil wird in bestimmten Schlüsselmomenten freigeschaltet, einen anderen Teil tragen wir durch Berührungen von Joy mit der Umgebung bei. Ab und an - und das ist gut umgesetzt - gibt es besondere Momente, in denen zu besonders schicken Grafikeffekten auch die Musik einstimmt. Diese Klang- und Bildelemente reagieren wiederum auf Aktionen von Joy.

Die Steuerung erfolgt fast wie bei einem Ego-Shooter mit einer Mischung aus WASD-Tasten und Maus. Die eigentliche Herausforderung ist die Orientierung in den komplexen Umgebungen - der weitere Weg ist längst nicht immer erkennbar, dazu kommen leider gelegentlich Kameraprobleme. Mehr als zwei Stunden sollte aber kein Spieler im ersten Durchgang für alle vier Welten benötigen.

Ode wurde vom britischen Entwicklerstudio Ubisoft Reflections produziert. Das Team ist seit einiger Zeit vor allem für Experimente wie Grow Home und Grow Up, Atomega und nun eben Ode bekannt. Früher galt Ubisoft Reflections übrigens als Spezialist für actionlastige Rennspiele wie The Crew und Driver: San Francisco.

Ode ist nur für Windows-PC als rund 1,3 GByte großer Download bei Uplay erhältlich, der Preis beträgt rund 5 Euro. Die wenigen Sätze an Bildschirmtexten liegen in mehreren Sprachfassungen vor, eine Sprachausgabe gibt es nicht. Die USK hat das Spiel ohne Altersbegrenzung freigegeben.

Fazit

Manchmal macht es in Ode tatsächlich klick - und wir haben das Gefühl, dass wir so etwas wie ein Teil eines Gesamtkunstwerks aus Musik, Grafik und Bewegung sind. Wer für derlei Momente aufgeschlossen ist, sollte unbedingt einen Blick auf dieses charmante Experiment werfen. Bodenständiger orientierte Spieler ärgern sich auf Dauer zu sehr über gelegentliche Kameraprobleme, die unübersichtlichen Umgebungen und den geringen Umfang.

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ldlx 29. Nov 2017

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