Abo
  • Services:

Oddwerx: Smartphone-Roboter läuft mit Open-Source-Betriebssystem

Oddwerx macht aus einem Smartphone einen Roboter. Läuft das Smartphone mit Android, ist der Roboter mit dem Open-Source-Betriebssystem Robotic-Operating-System-kompatibel und kann dafür entwickelte Anwendungen nutzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Smartphone-Roboter Oddwerx: Anwendungen herunterladen
Smartphone-Roboter Oddwerx: Anwendungen herunterladen (Bild: Ologic/Screenshot: Golem.de)

Oddwerx ist ein kleines Roboterchassis für ein Smartphone - vergleichbar dem bei Kickstarter so erfolgreichen Romo. Der Miniroboter kann auch mit dem Open-Source-Betriebssystem Robotic Operating System (ROS) betrieben werden.

Stellenmarkt
  1. Waldorf Frommer Rechtsanwälte, München
  2. PARI Pharma GmbH, Gräfelfing

Bei einem Besuch beim US-Roboterhersteller Willow Garage haben die Oddwerx-Entwickler das System demonstriert: Sie haben einen Oddwerx mit einem Controller einer PS3-Spielekonsole ferngesteuert, für die es bereits einen ROS-Knoten gibt. Auf dem Smartphone wird ebenfalls ein ROS-Knoten gestartet, und so kann der Roboter mit dem PS3-Controller gesteuert werden.

Oddwerx zeigt Videos

Anschließend haben sie Oddwerx in einen Telepräsenzroboter verwandelt, der Live-Videobilder anzeigt, die darauf gesendet werden. Da ROS das Publish-Subscribe-Entwurfsmuster unterstützt, können sich mehrere Nutzer in die Videoübertragung einklinken.

ROS ist ein Open-Source-System, das 2007 an der Stanford-Universität entwickelt wurde. Seit 2008 wird die Entwicklung hauptsächlich bei Willow Garage weitergeführt. ROS wird unter anderem bei dem Personal Robot 2 (PR2) eingesetzt. Vorteil von ROS ist, dass dieses System kompatibel mit weiteren Robotern ist, darunter der humanoide Nao, und dass dafür diverse Anwendungen entwickelt worden sind. Diese sind wie ROS ebenfalls quelloffen und können also auch für den Oddwerx genutzt werden. Allerdings wohl nicht alle: Der kleine Roboter dürfte Schwierigkeiten haben, die Kühlschranktür zu erreichen, um das Bier herauszuholen.

Roboterbausatz

Oddwerx ist ein Chassis, das sich auf zwei Raupenketten fortbewegt. Als Gehirn dient ein Android-Smartphone oder ein iPhone. Auch ein iPod touch funktioniert - wenn er denn über eine Bluetooth-Schnittstelle verfügt. Denn Roboter und Smartphone kommunizieren drahtlos über diesen Standard. Für den Betrieb unter ROS braucht Oddwerx aber ein Android-Gerät. Dafür haben Google und Willow Garage gemeinsam ROS Java entwickelt, eine ROS-Implementierung in Java.

Das Chassis ist ein Bausatz, bestehend aus den Teilen der Karosserie, die aus Kunststoff sind, einer vorgefertigten Platine, zwei Motoren für den Antrieb sowie einem Saugnapf, der dafür sorgen soll, dass das Smartphone auf dem Chassis hält.

Lucy und Ike erkennen ihren Besitzer

Hinzu kommt eine App, die dem Roboter seine Persönlichkeit verleiht. Diese gibt es in zwei Geschlechtern - Lucy und Ike. In die Apps sind Algorithmen des Computersehens sowie Gesichtserkennung integriert. Der Roboter nutzt die Kamera des Smartphones, um mit dem Menschen zu interagieren.

Das System kann nach Angaben der Entwickler des US-Unternehmens Ologic durch verschiedene Komponenten ergänzt werden, die dem Roboter weitere Fähigkeiten verleihen. Dazu gehört etwa ein Linientaster, mit dem Oddwerx Kanten erkennt und einer Linie folgen kann. Ein anderer Sensor lässt den Roboter Hindernisse erkennen und umfahren. Mit Hilfe eines Infrarotempfängers und -senders kann Oddwerx über eine Fernsteuerung bedient werden oder mit anderen Robotern kommunizieren. Schließlich soll es sogar möglich sein, Oddwerx mit einem Greifer auszurüsten.

Kickstarter-Projekt

Ologic bietet Oddwerx derzeit über Kickstarter an. Der Roboter ist ab 99 US-Dollar zu haben. Der einzige derzeit schon lieferbare Sensor, der Linientaster, ist in der Version für 250 US-Dollar enthalten.

Das Kickstarter-Projekt läuft noch bis zum 26. April 2012. Ausgeliefert werden die Roboter voraussichtlich im Juli 2012. Von ihrem Ziel von 66.000 US-Dollar sind die Entwickler derzeit noch weit entfernt: Sie haben bisher Zusagen in Höhe von rund 20.000 US-Dollar erhalten.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand

anonfag 20. Apr 2012

Hehe, das ist nen cooles Projekt gewesen.


Folgen Sie uns
       


Razer Hypersense angesehen (CES 2019)

Razer hat Vibrationsmotoren in Maus, Handballenablage und Stuhl verbaut - und wir haben uns auf der CES 2019 durchrütteln lassen.

Razer Hypersense angesehen (CES 2019) Video aufrufen
IT-Jobporträt Spieleprogrammierer: Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben
IT-Jobporträt Spieleprogrammierer
"Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"

Wenn man im Game durch die weite Steppe reitet, auf Renaissance-Hausdächern kämpft oder stundenlang Rätsel löst, fragt man sich manchmal, wer das alles in Code geschrieben hat. Ein Spieleprogrammierer von Ubisoft sagt: Wer in dem Traumjob arbeiten will, braucht vor allem Geduld.
Von Maja Hoock

  1. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
  2. Softwareentwicklung Agiles Arbeiten - ein Fallbeispiel
  3. IT-Jobs Ein Jahr als Freelancer

Ottobock: Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert
Ottobock
Wie ein Exoskelett die Arbeit erleichtert

Es verleiht zwar keine Superkräfte. Bei der Arbeit in unbequemer Haltung zum Beispiel mit dem Akkuschrauber unterstützt das Exoskelett Paexo von Ottobock aber gut, wie wir herausgefunden haben. Exoskelette mit aktiver Unterstützung sind in der Entwicklung.
Ein Erfahrungsbericht von Werner Pluta


    Radeon VII im Test: Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber
    Radeon VII im Test
    Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber

    Höherer Preis, ähnliche Performance und doppelt so viel Videospeicher wie die Geforce RTX 2080: AMDs Radeon VII ist eine primär technisch spannende Grafikkarte. Bei Energie-Effizienz und Lautheit bleibt sie chancenlos, die 16 GByte Videospeicher sind eher ein Nischen-Bonus.
    Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

    1. Grafikkarte UEFI-Firmware lässt Radeon VII schneller booten
    2. AMD Radeon VII tritt mit PCIe Gen3 und geringer DP-Rate an
    3. Radeon Instinct MI60 AMD hat erste Grafikkarte mit 7 nm und PCIe 4.0

      •  /