Wer als Dritter den Markt der TLC-Flash-Speicher betritt, muss das bessere Produkt oder einen niedrigeren Preis liefern. Beides schafft OCZ mit den SSDs der Trion-100-Reihe nicht. Ein paar Stärken haben die neuen Modelle, verglichen mit der Konkurrenz, dennoch.
Beim Thema Solid State Drives (SSDs) hat OCZ schlechte Erfahrungen gemacht: Die vor einigen Jahren verkauften SSDs mit Sandforce-Controller verursachten Bluescreens, der Hersteller aber behob das Problem erst nach Monaten per Firmware-Update. Zwischen 2011 und 2013 fiel OCZ außerdem durch hohe Rücklaufquoten auf. Viele SSDs gaben den Geist auf, weil OCZ den Flash-Speicher selbst selektiert hatte und teils minderwertige Bausteine verwendet worden sein sollen. Im November 2013 meldete das Unternehmen Insolvenz an und wurde vier Wochen später von Toshiba aufgekauft .
In den anderthalb Jahren seit der Übernahme hat OCZ seine Consumer-SSD vornehmlich mit Flash-Speicher der Konzernmutter Toshiba entwickelt und Barefoot-Controller verwendet, die von Indilinx und damit aus dem eigenen Haus stammen. Für die neue Reihe, die Trion 100, setzt OCZ hingegen erstmals Flash-Bausteine mit Speicherzellen ein, die drei Bit sichern können und von Toshiba gefertigt werden. Nach Samsung und Toshiba gemeinsam mit Sandisk erst der zweite Hersteller, der SSDs mit günstigem TLC-Flash in Serie produziert.
Speicher mit Triple-Level-Cells (TLC) dürfte in den kommenden Monaten im Consumer-Segment der vorherrschende Standard werden, da mit dem Joint Venture aus Intel und Micron auch der drittgrößte Hersteller von Flash-Speicher begonnen hat , TLC-Speicher für SSDs zu fertigen. Durch drei Bits pro Zelle steigt die Speicherdichte eines Flash-Bausteins verglichen mit den bisher üblichen Multi-Level-Cells mit zwei Bits pro Zelle um 50 Prozent.
SSD-Hersteller können so größere Kapazitäten unterbringen, wie Samsung bei der 2-TByte-Version der 850 Evo/Pro, und die Kosten der Drives drücken. Genau hier setzen OCZ und Toshiba mit den Modellen der Trion 100 an: Wie der Name impliziert, steckt in den SSDs Flash-Speicher auf TLC-Basis. OCZ möchte so eine SSD-Alternative zu Crucials BX100 und Samsungs 850 Evo anbieten.
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Bild 18/29: Die Trion 100 ist die erste SSD mit Toshiba-Flash und -Controller. (Bild: OCZ)
Bild 19/29: Die Trion 100 im Überblick (Bild: OCZ)
Bild 20/29: Die Shield-Plus-Garantie ist ein Mehrwert. (Bild: OCZ)
Bild 21/29: Die Trion 100 im Überblick (Bild: OCZ)
Bild 22/29: OCZ Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/29: Die Schalen der Trion sind nur geklipst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/29: Die kurze Platine nutzt Toshiba-Flash, Nanya-DRAM und einen umgelabelten Phison-Controller. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/29: Rückseite der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/29: Controller der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/29: DRAM-Cache der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/29: Flash-Packages der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 29/29: Der Pseudo-SLC-Puffer der Trion 100 mit 480 GByte fasst rund 7 GByte. (Screenshot: Golem.de)
Interessant wird es beim inneren Aufbau der Trion 100, denn die 2,5-Zoll-SSD ist nicht nur OCZs erste mit TLC-Flash, sondern auch die erste, deren Bauteile fast durchweg vom Mutterkonzern stammen und dort geprüft wurden.
Toshiba-Flash trifft getarnten Controller
Wie schon Crucial bei den BX100-SSDs verwendet OZC bei den Trion-100-Modellen ein Gehäuse, das nicht verschraubt, sondern geklippt ist. Die beiden so verbundenen Aluminiumschalten dürften die Produktionskosten ein wenig drücken, was sich bei Millionen von SSDs durchaus rechnen sollte. Die Platine im Inneren des Gehäuses füllt dieses bei den uns vorliegenden Versionen mit 240 und 480 GByte nicht aus.
Auf den Boards sitzen vier Packages mit im 19-nm-Verfahren gefertigten TLC-Flash-Speicher von Toshiba. Jedes der gestapelten Siliziumplättchen in den Chipgehäusen fasst 128 GBit an Daten, wir gehen also von vier Dies pro Package bei der 240-GByte-Version und von acht Chips pro Package beim 480-GByte-Modell aus. Der Cache, genauer DDR3L-1600, stammt von Nanya und puffert 256 MByte zwischen – einzig die kleinste Trion 100 nutzt 128 MByte.
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Bild 18/29: Die Trion 100 ist die erste SSD mit Toshiba-Flash und -Controller. (Bild: OCZ)
Bild 19/29: Die Trion 100 im Überblick (Bild: OCZ)
Bild 20/29: Die Shield-Plus-Garantie ist ein Mehrwert. (Bild: OCZ)
Bild 21/29: Die Trion 100 im Überblick (Bild: OCZ)
Bild 22/29: OCZ Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/29: Die Schalen der Trion sind nur geklipst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/29: Die kurze Platine nutzt Toshiba-Flash, Nanya-DRAM und einen umgelabelten Phison-Controller. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/29: Rückseite der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/29: Controller der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/29: DRAM-Cache der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/29: Flash-Packages der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 29/29: Der Pseudo-SLC-Puffer der Trion 100 mit 480 GByte fasst rund 7 GByte. (Screenshot: Golem.de)
Zum verbauten Controller schweigt sich OCZ aus und nennt keine technischen Details. Er ist als Toshiba TC58 bezeichnet, weist aber starke Ähnlichkeiten zum Phison S10(öffnet im neuen Fenster) auf, wie Anandtech(öffnet im neuen Fenster) herausgefunden hat. Höchstwahrscheinlich ist der Controller aus einer Zusammenarbeit entstanden und verwendet eventuell eine angepasste Firmware, um den Toshiba-Flash und damit erstmals in einem Produkt Triple-Level-Cells anzusteuern.
Der Phison S10 gehört zu den günstigeren Controllern: Er unterstützt zwar acht Kanäle, kann aber keine Daten verschlüsseln – was uns angesichts des niedrigen Preises der Trion 100 nicht wundert. Eine praktische Funktion ist der Device-Sleep-Modus, in dem die SSD nur 6 Milliwatt benötigen soll. Das ist weniger als die Hälfte verglichen mit Crucials BX100, weswegen wir die Trion 100 als Nachrüst-SSDs für Notebooks empfehlen, die sich oft im Leerlauf befinden (keine Lese- oder Schreibvorgänge).
OCZ Trion 100
Trion 100, 120 GByte
Trion 100, 240 GByte
Trion 100, 480 GByte
Trion 100, 960 GByte
Controller
Toshiba TC58 (Alishan)
Toshiba TC58 (Alishan)
Toshiba TC58 (Alishan)
Toshiba TC58 (Alishan)
DRAM-Cache
128 MByte DDR3L-1600
256 MByte DDR3L-1600
256 MByte DDR3L-1600
256 MByte DDR3L-1600
NAND-Packages
4 x (2 x 128 GBit)
4 x (4 x 128 GBit)
4 x (8 x 128 GBit)
4 x (16 x 128 GBit)
NAND-Typ
19 nm TLC
19 nm TLC
19 nm TLC
19 nm TLC
Seq. Lesen
Bis zu 550 MB/s
Bis zu 550 MB/s
Bis zu 550 MB/s
Bis zu 550 MB/s
Seq. Schreiben
Bis zu 450 MB/s
Bis zu 520 MB/s
Bis zu 530 MB/s
Bis zu 530 MB/s
SLC-Cache
1,8 GByte
3,6 GByte
7,2 GByte
14,4 GByte
Iops lesend
Bis zu 79.000
Bis zu 90.000
Bis zu 90.000
Bis zu 90.000
Iops schreiben
Bis zu 25.000
Bis zu 43.000
Bis zu 54.000
Bis zu 64.000
TBW
30 TByte
60 TByte
120 TByte
240 TByte
Im Test sind wir allerdings auch über einen nervigen Punkt des Controllers samt seiner Firmware gestolpert. OCZs SSD Guru genannte Toolbox weist alle wichtigen Merkmale wie das Auslesen und Aktualisieren der Firmware, den Füllstand der SSD und die bisher geschriebenen Daten (Total Bytes Written) sowie Smart-Werte auf. Unter Windows lässt sich eine Trion 100 aber nicht per Mausklick in den Werkszustand zurücksetzen.
Diese Funktion ist für Endkunden notwendig, wenn die SSD weiterverkauft werden soll, da nur durch einen Secure Erase alle Daten sicher gelöscht werden. Im Falle der Trion 100 muss der Nutzer im SSD Guru einen bootfähigen Linux-Stick erstellen, Secure-Boot im UEFI abschalten, vom Stick starten und erst dann kann die SSD zurückgesetzt werden. Dieses Prozedere ist zeitaufwendig, seitens der Mainboard-Hersteller teils unzureichend dokumentiert und für unversierte Anwender somit ein Problem.
Die Schreibleistung ist oft schlecht
Bevor wir mit den Messwerten starten, noch eine wichtige Information: OCZ verwendet bei allen Trion 100 einen Pseudo-SLC-Puffer, ähnlich wie Samsung bei den 850 Evo. Eine Triple-Level-Cell wird dabei nicht mit drei Bits beschrieben, sondern nur mit einem. Das beschleunigt Schreibvorgänge.
OCZ limitiert den Pseudo-SLC-Puffer auf 3,6 GByte beim 240-GByte-Modell und auf 7,2 GByte bei der größeren 480-GByte-Version. Ausgehend von etwa 380 MByte pro Sekunde bricht die Schreibgeschwindigkeit auf etwa 130 MByte pro Sekunde ein, wenn die Trion 100 auf reine TLC-Nutzung umschalten. Lesevorgänge werden von einem Pseudo-SLC-Cache nicht verbessert.
Bild 1/29: Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Core i7-4790K, 2 x 8 GByte DDR3-1600, Seasonic Platinum Fanless 520W; Windows 8.1 x64
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Bild 20/29: Die Shield-Plus-Garantie ist ein Mehrwert. (Bild: OCZ)
Bild 21/29: Die Trion 100 im Überblick (Bild: OCZ)
Bild 22/29: OCZ Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/29: Die Schalen der Trion sind nur geklipst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/29: Die kurze Platine nutzt Toshiba-Flash, Nanya-DRAM und einen umgelabelten Phison-Controller. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/29: Rückseite der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/29: Controller der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/29: DRAM-Cache der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
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Bild 29/29: Der Pseudo-SLC-Puffer der Trion 100 mit 480 GByte fasst rund 7 GByte. (Screenshot: Golem.de)
In unserem Kopiertest schneiden die OCZ Trion 100 schlecht ab. Hierbei muss die SSD 50 GByte Daten – kleine wie große, komprimierbare und nicht komprimierbare – verdoppeln. Die Trion 100 lesen und schreiben also gleichzeitig, was in der Praxis etwa der Fall ist, wenn ein großer Spieleordner wie der von GTA 5 von einer Partition der SSD auf eine andere verschoben wird.
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Bild 18/29: Die Trion 100 ist die erste SSD mit Toshiba-Flash und -Controller. (Bild: OCZ)
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Bild 28/29: Flash-Packages der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 29/29: Der Pseudo-SLC-Puffer der Trion 100 mit 480 GByte fasst rund 7 GByte. (Screenshot: Golem.de)
Ein Blick auf die weiteren Messwerte zeigt, warum die OCZ-SSDs beim Kopiertest so lange brauchen: Während die Lesegeschwindigkeit in den meisten Fällen der der Konkurrenz ähnelt, ist die Schreibgeschwindigkeit deutlich geringer, sobald der Pseudo-SLC-Cache voll und auf den reinen TLC-Betrieb gewechselt wird. Zudem scheinen dem Controller komprimierbare Informationen besser zu liegen als solche, die sich beim Datentransfer nicht verkleinern lassen.
Bild 1/29: Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Core i7-4790K, 2 x 8 GByte DDR3-1600, Seasonic Platinum Fanless 520W; Windows 8.1 x64
Bild 2/29: Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Core i7-4790K, 2 x 8 GByte DDR3-1600, Seasonic Platinum Fanless 520W; Windows 8.1 x64
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Bild 11/29: Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Core i7-4790K, 2 x 8 GByte DDR3-1600, Seasonic Platinum Fanless 520W; Windows 8.1 x64
Bild 12/29: Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Core i7-4790K, 2 x 8 GByte DDR3-1600, Seasonic Platinum Fanless 520W; Windows 8.1 x64
Bild 13/29: Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Core i7-4790K, 2 x 8 GByte DDR3-1600, Seasonic Platinum Fanless 520W; Windows 8.1 x64
Bild 14/29: Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Core i7-4790K, 2 x 8 GByte DDR3-1600, Seasonic Platinum Fanless 520W; Windows 8.1 x64
Bild 15/29: Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Core i7-4790K, 2 x 8 GByte DDR3-1600, Seasonic Platinum Fanless 520W; Windows 8.1 x64
Bild 16/29: Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Core i7-4790K, 2 x 8 GByte DDR3-1600, Seasonic Platinum Fanless 520W; Windows 8.1 x64
Bild 17/29: Asus Z97-Deluxe/USB3.1, Core i7-4790K, 2 x 8 GByte DDR3-1600, Seasonic Platinum Fanless 520W; Windows 8.1 x64
Bild 18/29: Die Trion 100 ist die erste SSD mit Toshiba-Flash und -Controller. (Bild: OCZ)
Bild 19/29: Die Trion 100 im Überblick (Bild: OCZ)
Bild 20/29: Die Shield-Plus-Garantie ist ein Mehrwert. (Bild: OCZ)
Bild 21/29: Die Trion 100 im Überblick (Bild: OCZ)
Bild 22/29: OCZ Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 23/29: Die Schalen der Trion sind nur geklipst. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 24/29: Die kurze Platine nutzt Toshiba-Flash, Nanya-DRAM und einen umgelabelten Phison-Controller. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 25/29: Rückseite der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 26/29: Controller der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 27/29: DRAM-Cache der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 28/29: Flash-Packages der Trion 100 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Bild 29/29: Der Pseudo-SLC-Puffer der Trion 100 mit 480 GByte fasst rund 7 GByte. (Screenshot: Golem.de)
Besonders lahm sind die OCZ Trion 100, wenn die Queue Depth erhöht wird. Statt eines Befehls landen dort 32 oder gleich 64 in der Warteschlange, die der Controller abarbeiten muss. In solchen Situationen erreichen die OCZ-SSDs nur sehr geringe Schreibraten. Warteschlangen mit einer Tiefe von 32 oder gar 64 gibt es abseits von Serveranwendungen aber kaum, im Consumer-Segment sind es meist nicht einmal eine Handvoll.
Verfügbarkeit und Fazit
OCZ verkauft die Trion 100 in vier Ausführungen: Das Modell mit 120 GByte kostet 50 Euro, die Version mit 240 GByte ist für 85 Euro erhältlich, die mit 480 GByte für 170 Euro und die mit 960 GByte bietet der Hersteller für 330 Euro an.
Der Garantiezeitraum beträgt drei Jahre: Alle SSDs verfügen über Shield Plus. So nennt sich die Garantie, bei der OCZ im Schadensfall den Nutzer unterstützt oder gleich vorab ein Austauschexemplar inklusive Rücksendeaufkleber für die defekte SSD schickt – mehr als die Seriennummer braucht es hierfür nicht.
Die Trion 100 sind OCZs erste SSDs mit Toshibas neuem TLC-Flash, bisher boten einzig Samsung und Sandisk Drives mit solchen Speicherzellen an. Die Koreaner haben mit der SSD 840 die Messlatte 2012 hoch gelegt, zumindest was die Geschwindigkeit und Ideen wie einen Pseudo-SLC-Puffer anbelangt. Allerdings fielen Samsungs SSDs der 840er-Serie in den vergangenen Monaten durch Leistungseinbrüche auf, die selbst mehrere Firmware-Updates nicht beheben konnten. Der Ruf von TLC-Flash ist nicht der beste, was jedoch am Samsung-Controller liegt; die 850er-Reihe zeigt das Problem nicht.
Die Trion-100-SSDs weisen zwar im Auslieferungszustand die niedrigsten Schreibgeschwindigkeiten auf, die wir bei Drives mit TLC-Flash gemessen haben. Fairerweise sei erwähnt aber, dass die meisten Nutzer im Alltag davon wenig bemerken dürften. Die Lesegeschwindigkeit überzeugt und der Pseudo-SLC-Cache ist praktisch. Auch Device-Sleep für Notebooks und die Shield-Plus-Garantie sind erwähnenswert.
Ungeachtet dieser Vorteile müssen die Preise der Trion 100 noch ein bisschen sinken, ansonsten sind die BX100 -Modelle die bessere Wahl, da sie für die nahezu gleichen Kosten einfach flotter arbeiten. Da der neue TLC-Flash-Speicher ohnehin in erster Linie die Kosten für die Hersteller drückt, sollten diese den Preisvorteil an die Kunden weitergeben.