Oculus und Co: Microsoft bestätigt Aus für Virtual Reality auf der Xbox One
"Wir haben keine konkreten Pläne für Xbox-Konsolen in der virtuellen Realität oder der gemischten Realität". Das hat der bei Microsoft für das Marketing der Xbox zuständige Manager Mike Nichols im Gespräch mit Gamesindustry.biz(öffnet im neuen Fenster) gesagt. Letztlich bestätigt er damit, was branchenintern schon länger vermutet wurde: Die Konsole wird auch langfristig keine Unterstützung für Virtual-Reality- oder Mixed-Reality-Headsets bekommen.
Das steht durchaus im Widerspruch zu früheren Aussagen etwa von Xbox-Chef Phil Spencer, der Mitte 2016 insbesondere die leistungsstarke Xbox One X als besonders geeignet für die damals schwer angesagten VR-Headsets angepriesen hatte. Eine Zeitlang hatte Microsoft eng mit Oculus kooperiert. Als es für die Rift noch keinen Oculus-eigenen Controller gab, hatte dem Headset das Gamepad der Xbox One beigelegen, was als Zeichen für ein Zusammenwachsen der Systeme verstanden wurde.

Allerdings hatte Microsoft in der Zeit nach der Ankündigung der Xbox One X dann allmählich aufgehört, in offiziellen Verlautbarungen mit der Unterstützung für Virtual Reality zu werben, sondern diese Aussagen irgendwann einfach weggelassen.
Mike Nichols nennt jetzt als Gründe für die Abkehr von den damaligen Plänen, dass der "PC wahrscheinlich die beste Plattform für immersive Virtual Reality und Mixed Reality" sei, weil er als offene Plattform unter anderem eine schnellere Iteration erlaube, also rasche Optimierungen und Änderungen an der Software.
Ein anderer Grund dürfte schlicht sein, dass Virtual Reality bislang nicht der von vielen erhoffte Erfolg geworden ist. Auch Sony hatte im Mai 2018 gesagt, dass sein an die PS4 gekoppeltes Playstation VR die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllt habe.
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