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Oculus Rift: Zertifikat legt virtuelle Realität lahm

Besitzer von Rift müssen momentan mit der Echtwelt vorliebnehmen: Das VR-Headset ist wegen eines abgelaufenen Zertifikats unbenutzbar. Für Hersteller Oculus VR kommt das Problem zur Unzeit.
/ Peter Steinlechner
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Rift verweigert derzeit wegen eines Zertifikatfehlers den Dienst. (Bild: Oculus VR)
Rift verweigert derzeit wegen eines Zertifikatfehlers den Dienst. Bild: Oculus VR

Ein abgelaufenes Zertifikat hat das VR-Headset Rift des zu Facebook gehörenden Unternehmens Oculus VR unbrauchbar gemacht. Das Gerät zeigt beim Einschalten eine Fehlermeldung: "Can't Reach Oculus Runtime Service" ist dort zu lesen. Ein normaler Gebrauch von Rift ist anschließend nicht mehr möglich. Auf Reddit hat sich Nate Mitchell(öffnet im neuen Fenster) , einer der Gründer und leitenden Manager von Oculus, zu Wort gemeldet: Er bestätigt das Problem und nennt als Ursache das abgelaufene Zertifikat in der Datei OculusAppFramework.dll. Es ist eigentlich dafür zuständig sicherzustellen, dass Software für Rift tatsächlich von Oculus stammt und keinen Schadcode enthält.

Laut dem offiziellen Support(öffnet im neuen Fenster) von Oculus sorgt aber genau das für besondere Herausforderungen bei der Bereitstellung eines Patches: Die betroffene DLL-Datei verweigere die Annahme von Updatedateien, zumindest über den üblichen Installationspfad. In den nächsten Stunden wollen sich die Entwickler zur aktuellen Lage äußern.

Oculus Rift (Summer of Rift) – Trailer
Oculus Rift (Summer of Rift) – Trailer (00:30)

Das Problem sorgt in der Community natürlich für Spott und Häme. Dabei dürfte Oculus derzeit mehr als sonst auf ein gutes Image angewiesen sein, schließlich stehen in den nächsten Monaten Produktvorstellungen und die Veröffentlichung neuer Hardware bevor. So soll demnächst das allein lauffähige Headset Oculus Go erscheinen.

Oculus Go – Trailer
Oculus Go – Trailer (00:36)

Go soll kompatibel mit Gear VR sein, so dass Nutzer vom Start weg auf ein relativ großes Software- und Filmangebot zurückgreifen können. Das Gerät verwendet ein Fast-Switch-LCD-Panel mit einer Gesamtauflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Es soll mit einem eigens entwickelten Eingabegerät auf den Markt kommen und rund 200 US-Dollar kosten.

Außerdem will Oculus sein nächstes Profi-Headset im Detail vorstellen, das derzeit unter dem Projektnamen Santa Cruz entsteht. Santa Cruz soll ebenfalls ohne angeschlossenen PC und ohne Smartphone funktionieren, dürfte aber deutlich leistungsfähiger als Go sein und es dem Träger per Inside-out-Tracking ermöglichen, sich frei im Raum zu bewegen.

Nachtrag vom 8. März 2018, 10:25 Uhr

Ein Leser hat uns darauf hingewiesen, dass Oculus VR einen Patch für das Problem veröffentlicht hat. Er muss manuell installiert werden, weitere Infos sind unter diesem Link(öffnet im neuen Fenster) zu finden.


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